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Ukrainische Studenten: zu wenig Platz und Personal

Ausbildung

Rund 4.000 ukrainische Kinder gehen inzwischen in Wien zur Schule. Dafür gibt es aber noch zu wenig Platz und zu wenig Personal. Vor allem der eigene Deutschunterricht bringt viele Schulen an ihre Kapazitätsgrenze.

08.09.2022 19.05

Ab heute, 19:05 Uhr online

So besuchen derzeit etwa 30 Schüler die Gesamtschule Campus Landstraße im dritten Bezirk. Sie lernen Deutsch in einem Raum, der eigentlich das Musikzimmer ist. „Es sind oft keine Klassenzimmer frei“, sagt Schulleiterin Elke Zach zu Wien Heute über das Problem. Das Musikzimmer ist natürlich zu klein, als dass 25 Kinder hier den ganzen Tag lernen könnten. „Es ist gut für diese 15 Stunden pro Woche“, sagte sie.

Für Kinder aus der Ukraine gibt es 15 Stunden Intensivförderung, die restlichen Stunden werden im regulären Unterricht verbracht. Nicht alle Schulen haben solche Förderstunden. Die Gesamtschule Campus Landstraße hat eine Assistenz-Deutschlehrerin für das gesamte Gelände – und ihre Klasse hat nicht einmal Platz für alle ukrainischen Kinder der Schule.

ORF Rund 4.000 Kinder aus der Ukraine gehen inzwischen in Wien zur Schule

“An jeder Ecke gibt es ein Problem”

„Es gibt einfach zu wenig Personal. Da gibt es an jeder Ecke ein Problem“, sagt Geschäftsführerin Elke Zak. Dies betrifft jedoch nicht nur ukrainische Lehrer, sondern die gesamte Schule. Es gibt Schwangerschaften und Pensionierungen, aber zu wenige neue Lehrer. Wir kämpfen mit allen Mitteln und versuchen so viel wie möglich zu punkten.

Schulbeginn für ukrainische Kinder

Für rund 4.000 ukrainische Kinder, die in Wien studieren, fehlt es an Platz und Personal. Vor allem der eigene Deutschunterricht bringt viele Schulen an ihre Kapazitätsgrenze.

Über hundert zusätzliche Klassen

Die Stadt Wien ist sich der Probleme bewusst. Bildungsstadtrat Christoph Wiederker betonte gegenüber „Wien heute“, dass bereits mehr als hundert ukrainische Lehrkräfte berufen seien. Schwieriger ist allerdings das Platzproblem zu lösen: „Allein 4.000 Kinder, die aus der Ukraine geflüchtet sind, bedeuten über hundert zusätzliche Klassen, die wir auch dieses Jahr eröffnet haben. Wir haben es geschafft und haben noch viel Platz“, sagte Wiederkehr. „Aber gerade in der Innenstadt kann es manchmal eng werden, da können wir nicht einfach neue Schulen bauen.“

Eine der ukrainischen Schülerinnen der Gesamtschule Campus Landstraße ist die achtjährige Solomiya. Ihrer Tochter gefalle es sehr gut in der Schule, sagte ihre Mutter zu Wien Heute. „Sie hatte auch Online-Unterricht in der Ukraine und hat beide ersten Klassen abgeschlossen. Hier und in der Ukraine.” Die Familie ist glücklich, in Österreich zu sein. Denn in der ukrainischen Heimat müssen Kinder wegen Fliegeralarm regelmäßig während der Schulzeit in den Bunker.