Aktualisiert am 28. April 2022, 10:26 Uhr
- Ist die Politik der Kanzlerin in der aktuellen Krise zu langsam, zu zögerlich?
- Nicht jeder Zweite ist laut einer aktuellen Studie mit dem Handeln von Olaf Scholz zufrieden.
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Die Mehrheit der Bürger ist laut einer Umfrage unzufrieden mit dem Vorgehen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Konflikt um den russischen Krieg gegen die Ukraine. In einer Umfrage des Instituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur waren 45 Prozent eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden (25/20 Prozent).
Demnach sind 37 Prozent mehr oder weniger zufrieden mit Scholz (28/9) im Länderspiel. 18 Prozent konnten oder wollten sein Handeln nicht bewerten.
Lediglich bei den SDP-Anhängern ergibt sich ein ganz anderes Bild: 59 Prozent sind mit Scholz zufrieden und 34 Prozent unzufrieden.
Scholz versprach Führung – die fehlt der Mehrheit der Befragten
Tatsächlich erkennt die Mehrheit nicht, womit der Altkanzler prahlte: nämlich, dass er ein starker Führer ist. Nur 25 Prozent bezeugen seine Führungsqualitäten im Umgang mit der russischen Aggression – 51 Prozent sagen: „Er benimmt sich als Führungskraft ziemlich schlecht“ (weiß nicht/keine Angabe: 24).
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Noch schlechter wurde seine Kommunikation bewertet: 56 % fanden, dass er seine Politik nicht ausreichend erläuterte, 22 % sahen das anders (weiß nicht/keine Angabe: 22). Auch die Wähler der Ampelkoalition bewerten Scholz in Sachen Führung und Kommunikation ähnlich, wenngleich ihre Werte nicht so stark vom Durchschnitt der Bevölkerung abweichen.
Zustimmungswerte für eine Koalition mit Ampeln sind generell noch schlechter
Insgesamt schnitt die Koalition aus SPD, Grünen und FDP noch schlechter ab als die Kanzlerin. 50 % der Befragten sind mit ihrem Vorgehen im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine eher oder sehr unzufrieden (30/20 %), 30 % sind eher oder sehr zufrieden (26/4; weiß nicht/keine Angabe: 20) .
Neben den PSD-Wählern ist auch die Mehrheit der Grünen in dieser Frage gegenteiliger Meinung, während die Einschätzungen der SDP-Anhänger etwa im Gesamtdurchschnitt liegen.
Die Daten wurden jedoch von Montag bis Mittwoch erhoben. Das war, bevor sich Ampelkoalition und Oppositionsunion auf einen gemeinsamen Vorschlag des Bundestags zur Lieferung schwerer Waffen einigten, und zumindest teilweise, bevor die Regierung am Dienstag die Lieferung von Gepard-Panzern ankündigte. Beide Ereignisse könnten die Wahrnehmung und Einschätzung der Kanzlerin und der Koalition beeinflusst haben. (Hub / dpa)
Die verwendeten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der zwischen dem 25. und 27. April 2.040 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Aktualisiert am 26. April 2022 um 14:59 Uhr
Außerdem arbeite Deutschland mit den USA zusammen, um ukrainische Truppen für Artilleriesysteme auf deutschem Boden auszubilden, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zu Beginn eines Treffens alliierter Chefs auf dem US-Militärstützpunkt in Ramstein.
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