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Urteil! Berlin holt SEZ zurück

Das Eigentum der SEZ ist jetzt Millionen wert. Bietet Platz für dringend benötigten Wohnungs- und Schulbau. Das Abgeordnetenhaus hat bereits 2018 einem Bebauungsplan zugestimmt. Foto: Sven Meissner

Von Sarah Orlos Fernández

Im Namen der Menschen: Berlin bekommt vielleicht bald sein Sport- und Freizeitzentrum (SEZ) zurück!

Das hat das Berufungsgericht am Freitag im Berufungsverfahren entschieden.

2003 kaufte der sächsische Unternehmer Rainer Lönitz das ehemalige DDR-Vorzeige-Erlebnisbad an der Landsberger Allee von einem Immobilienfonds. Preis: symbolischer Euro!

Für denselben Betrag muss er die SEZ nun dem Land Berlin zum Verkauf anbieten. „Wir haben einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Damit findet der zunehmende Verfall der PSA ein Ende“, sagte Staatssekretär Barbro Dreher.

Das Urteil markiert das Ende eines sechsjährigen Rechtsstreits. Mit dem Kauf des SEZ hat Löhnitz zugesagt, Kegelbahn, Sauna und Fitnesscenter in Betrieb zu halten und ein Hallenbad zu eröffnen.

In letzterem Punkt sah der Senat einen Vertragsbruch und zog vor Gericht. Nachdem Loenitz in erster Instanz Recht hatte, wurde ihm am Freitag die Aufhebung des Kaufvertrags angeordnet.

Rainer Lönitz kaufte das marode SEZ 2003 für nur einen Euro Foto: Ullstein Bild

Dadurch würden wichtige Flächen für Bauvorhaben in der Innenstadt frei. Laut Finanzbehörden hat das Abgeordnetenhaus 2018 einen Bebauungsplan für das 5,6 Hektar große Areal gebilligt. Dieser sieht unter anderem den Bau dringend benötigter Wohnungen und einer Schule vor.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, der Unternehmer kann Nichtzulassungsbeschwerde einlegen.

Themen: Immobilien im Berliner SEZ-Prozess