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US-Führer: China lädt US-Botschafter wegen Pelosis Besuch in Taiwan ein

Die Kluft zwischen Peking und Taiwan hat ihre Wurzeln im chinesischen Bürgerkrieg. Die Kommunistische Partei Chinas unter Führung von Mao Zedong ging als Sieger aus dem mehr als 20-jährigen militärischen Konflikt (1927 bis 1949) um die politische Führung im Land hervor.

Der Führer der besiegten nationalistischen Kuomintang-Partei, Chiang Kai-shek, lief daraufhin nach Taiwan über. Von dort aus beanspruchte er ganz China. Umgekehrt beanspruchte China Taiwan weiterhin als Teil seines Territoriums, das eines Tages zurückgegeben werden würde.

Der offizielle Name Taiwans ist Republik China, im Gegensatz zum offiziellen Namen Chinas als Volksrepublik China. Beide Länder behaupten seit Jahren, weiterhin ganz China offiziell zu vertreten, obwohl sich die politische Landschaft im Laufe der Jahrzehnte stark verändert hat.

Seit den späten 1990er Jahren hat sich Taiwan von einer Autokratie zu einer lebendigen Demokratie mit einer ausgeprägten taiwanesischen Identität entwickelt. Die derzeitige Regierungspartei unter der Führung von Präsidentin Tsai Ing-wen betrachtet die Insel als souveräne Nation – und unabhängig von China.

USA verfolgen „strategische Ambiguität“

Washington brach 1979 offiziell die Beziehungen zu Taiwan ab, als es Peking als alleinigen Repräsentanten Chinas anerkannte (Ein-China-Politik) und das chinesische Zentrum zu einem wichtigen Handelspartner der Vereinigten Staaten wurde.

Gleichzeitig spielten die USA eine entscheidende, manchmal heikle Rolle bei der Unterstützung Taiwans. Beispielsweise sind die Vereinigten Staaten gesetzlich verpflichtet, Taiwan mit militärischer Ausrüstung zu beliefern, um die Verteidigungsfähigkeit Taipehs sicherzustellen.

Washington hält “strategische Unklarheit” darüber aufrecht, ob es im Falle einer chinesischen Invasion tatsächlich militärisch eingreifen würde. Damit soll China von einer möglichen Invasion abgeschreckt und Taiwan daran gehindert werden, offiziell seine Unabhängigkeit zu erklären. (AFP)