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Valorisierung – Wien erhöht Tarife für Wasser, Abwasser, Abfall und Parktickets

Die Gemeinde Wien erhöht die Preise für Wasser, Abwasser, Müllabfuhr und Parkscheine. Das teilte Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Donnerstag mit. Die Tarife für kommunale Dienstleistungen werden in Wien auf Grundlage des aktuellen Verwertungsgesetzes angepasst.

Mitte des Jahres wird geprüft, ob der Verbraucherpreisindex seit der letzten Erhöhung um drei Prozent oder mehr gestiegen ist – was er auch hat. Die Anpassung tritt Anfang 2023 in Kraft.

Laut Rathaus ist der CPI seit der letzten Tariferhöhung (Anfang 2022, Anm. d. Red.) für Wasser und Abwasser und Müllabfuhr um 5,9 Prozent gestiegen. Bei der zuletzt 2020 angepassten Parkuhrengebühr liegt der Wert bei 12,2 Prozent. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 bedeutet dies eine Steueranpassung, die auch einige Nutzungssteuern für die Nutzung von kommunalem Land umfasst.

Die Kostendeckungsquote beträgt nur 41,18 %.

Die Gemeindesteuern würden in die Modernisierung und Qualitätsverbesserung der Wiener Dienstleistungen und Infrastruktur investiert, heißt es. Sie nehmen nicht mehr als Sie brauchen, versichern Sie mir. Im Gegenteil: Die durchschnittliche Kostendeckung der Wiener Gebühren liegt 2021 bei nur 41,18 Prozent, der Rest wird mit rund 750 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt gedeckt.

Die Aufwertung bedeutet laut Rathaus eine Anpassung der monatlichen Gebühr von rund 2,90 Euro für einen vorbildlichen Mehrpersonenhaushalt für die Wasserversorgung oder die Abwasser- und Abfallentsorgung. Für einen Musterhaushalt sind es kalkuliert rund 1,30 Euro.

Keine Änderung der Parkvignette

Mit der Anpassung der Parkuhrgebühr ab dem 1. Januar kostet ein Parkticket für eine halbe Stunde 1,25 Euro und für eine Stunde 2,50 Euro. Die Werte liegen hier aktuell zwischen 1,10 € und 2,20 €. Der Preis der Sondererlaubnis für Anwohner (“Parkpickerl”) ist nicht durch das Verwertungsgesetz geregelt, hier gibt es keine Änderung. Die Einnahmen aus der Parkgebühr sind laut Stadt zweckgebunden und fließen in den öffentlichen Nahverkehr, die Verkehrssicherheit und den Radverkehr.

Trotz der aktuellen Aufwertung zählt Wien bei den Abfall- und Abwassergebühren zu den unteren Dritteln der Bundesländer. Bei den Wassergebühren ist Wien das viertgünstigste Bundesland Österreichs. (Hoppla)