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“Viele Haushalte sind armutsgefährdet” – Wien

„Hochproblematisch“ ist die Aufheizerhöhung für AK-Chefin Renate Anderl. Sie fordert „dringend notwendige Ausgleichsmaßnahmen“.

„Die Menschen kämpfen bereits massenhaft mit gestiegenen Energie-, Wohnungs- und Lebensmittelpreisen. Verdoppeln sich die Heizpreise, droht vielen Haushalten Armut. Das muss verhindert werden“, sagte Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl am Dienstag.

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AK hat lediglich Anspruch auf Anhörung durch den Preisausschuss

Natürlich hat sich auch die AK Wien in der mündlichen Anhörung der sogenannten Preiskommission gegen die massive Preiserhöhung ausgesprochen. „Wenn jetzt behauptet wird, die AK habe keine Einwände gegen den Erhöhungsantrag gehabt, ist das eine Falschinformation“, sagt AK-Präsidentin Renate Anderl.

Das AK hat leider nur bei der Festsetzung der Preise für Heizungsanlagen ein Anhörungsrecht. Problematisch sei auch, dass die Rechte der Wärmekunden “sehr schwach” seien, behauptet die Arbeiterkammer in einer Aussendung.

AK fordert „dringende Entschädigungsmaßnahmen“

Die AK fordert daher “seit Jahren dringend notwendige Ausgleichsmaßnahmen”, darunter die Schaffung eines fachlich, personell und finanziell angemessen ausgestatteten unabhängigen Fernwärmeombudsmannes. Auf diese Weise soll sie in der Lage sein, bedürftige Haushalte effektiv zu unterstützen. Außerdem erforderlich: Selbstverpflichtung von Wien Energie zum Stundungsrecht – auch für Heizungsrückstände, analog zur Stromverordnung.

Heftige Kritik von allen Seiten

Auch die Wiener Opposition kritisierte die Erhöhung ab 1. September: „Die aktuellen Entscheidungen der Stadtregierung lassen keinen Zweifel mehr. Die SPÖ regiert eiskalt“, sagten ÖVP-Landesvorsitzender Karl Mahrer und ÖVP-Klubobmann Markus Wölbich.

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„Das schamlose Abkassieren von SPÖ-Bürgermeister Ludwig treibt immer mehr Wiener in die Armut. Der Bürgermeister ist persönlich verantwortlich, wenn sich immer mehr Menschen im Winter Essen und Heizung nicht mehr leisten können“, ärgerte sich Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.

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„Wir haben absolut kein Verständnis für diese überzogene Preiserhöhung. Noch vor wenigen Tagen hat Wien Energie – zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Wien – die Strom- und Gaspreiserhöhung vorgezogen – das Burgenland jedoch nicht“, so die Grünen Leiter in Wien Peter Kraus. Diese neue Preiserhöhung sei auch „eine Verteuerung fossiler Brennstoffe“, sagt Krauss: „Wir müssen so schnell wie möglich aus Öl und Gas aussteigen und auf saubere, erneuerbare Energien umsteigen. Nur dann vermeiden wir neue und neue Preise.“ Schocks”, beharrt der Vorsitzende der Grünen.

Nav-Account rote Zeit09.08.2022, 19:07| Akt: 09.08.2022, 19:07 Uhr