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Vielen Dank für Thanksgiving für 600.000 MoHi-Nutzungsstunden – Feldkirch

Von Community-Reporterin Andrea Fritz-Pinger – 19.05.2022 00:48 (act 19.05.2022 00:48)

Ausgezeichnet seit 25 Jahren im Dienst des Gesundheitsministeriums. © Andrea Fritz-Pinger

Beim Landestreffen der ARGE Mobile Hilfsdienste im Feldkircher Montforthaus stand die Dankbarkeit der MOHI-Helfer für ihren Einsatz im Mittelpunkt.

Begleitung, Betreuung, Unterstützung oder Entlastung ist nicht nachvollziehbar – Vorarlberg verfügt mit seinen mobilen Hilfsdiensten über eine österreichweit einzigartige Einrichtung. MoHi-Helfer wurden während der Pandemie stark herausgefordert. Die geänderten Regeln für Besucher in Pflegeheimen und Sozialzentren führten im Vorjahr zu erheblichem Planungs- und Organisationsaufwand. Viele private Pflegesituationen wären auch während der Corona-Zeit ohne mobile Unterstützungsdienste aufgrund teilweise fehlender 24-Stunden-Betreuer nur schwer zu bewältigen.

Das Land Vorarlberg bedankte sich 630 Helfer kamen aus allen Landesteilen, vom Bregenzerwald bis zum Ausermontaphon. Am Nachmittag wurde bei mehreren Stadtrundgängen die Geschichte der Schulstadt Feldkirch erkundet, gefolgt von einer von Demenz-Clown Marcel Brian moderierten Thanksgiving-Feier mit einem humorvollen Umgang mit dem Thema Pflege auf der Montfort-Bühne.

MOHI-Präsidentin Kitty Hertnagel und Geschäftsführerin Simone Bemetz-Kohhafen bedankten sich bei allen für ihren unermüdlichen Einsatz, der mit viel Herzblut und Empathie und intuitivem Einfühlungsvermögen geleistet wird. Landesrätin Katharina Wisflecker dankte den Mohis-Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz für das Land: Der mobile Betreuungsdienst sei eine unverzichtbare Dienstleistung und Entlastung in der Vorarlberger Pflegelandschaft. Als kleine Anerkennung erhielten 50 Gewinner, die 20, 25 oder sogar 30 Jahre für MoHi gearbeitet haben, Geschenke und Glückwünsche: einen hölzernen Schuhanzieher als aufmerksames Geschenk und praktische Hilfe sowie Feldkirch-Gutscheine. Auch der Rat der Stadt Feldkirch sprach Herrn Dr. Guntram Rederer seinen Dank aus. Als wichtige Partner waren Nikolaus Blatter, Abteilungsleiter im Landesamt Vorarlberg, sowie Geschäftsführerin Magel Angela Jaeger und Obmann Wolfgang Rothmund vom Heimkrankenpfleger Vorarlberg anwesend.

Fast 2.000 MoHis in Betrieb. Die 48 Mobilen Assistenzdienste mit 1949 Helferinnen und Helfern – der Männeranteil liegt bei 6 % – haben im Jahr 2021 mit über 601.000 Einsatzstunden dafür gesorgt, dass Menschen weiterhin zu Hause betreut werden können. Die Altersspanne reicht von unter 20 bis über 80 (!) Assistenten. Die Dienstleistungen von MoHi reichen von der Begleitung von Menschen auf Spaziergängen über Haushaltshilfedienste bis hin zu kontrollierten Mittagessen, mobiler Familienentlastung und Tagespflege, Besuchsmanagement und vorübergehender Pflege in Pflegeheimen und brandneuen, mehrstündigen Wartungen. Künftig wird es noch mehr Personal für die immer komplexer werdenden Aufgaben der Pflege geben. Derzeit sind 12 % der Assistenten angestellt, der Rest hat Werkverträge oder freiberufliche Tätigkeiten. Der Beschäftigungsgrad muss weiter gesteigert werden. Auch das von der Krankenkasse bezuschusste OTAGO-Sturzpräventionsprogramm wird über mobile Unterstützungsdienste angeboten.

Schließung der Lücke bei der mehrstündigen Wartung Der Vorschlag zur mehrstündigen Wartung hat durch die Krone an Dynamik gewonnen. Es schließt die Lücke zwischen bestehenden Stundendiensten und einer 24-Stunden-Betreuung oder stationären Pflege. „Ein Teil des Tarifs wird vom Land Vorarlberg für die Wartung von vier Stunden täglich bzw. 20 Stunden wöchentlich unterhalten“, erläutert LR Katarina Visfleker. „So können wir Menschen helfen, die intensiver betreut werden müssen“, ergänzt Kitty Hertnagel. Mehr unter www.mohi.at