Ein Wiener Pärchen wird wohl nie in einem Wirtshaus am Rande der Stadt Halt machen: Das bestellte Grillhähnchen wimmelt nur so von Würmern.
Bei schönstem Ausflugswetter machte das Paar am Samstag einen Spaziergang auf dem Fußgängerweg der Stadt Wien. Gegen 14:00 Uhr wollten sie nicht nur ihre müden Beine ausruhen, sondern auch in einem Restaurant für ein ausgiebiges Mittagessen einkehren. Schließlich entschied man sich für ein „beliebtes und zugleich recht hochwertiges Ausflugslokal“ im noblen Stadtteil Döbling. Aber als sie ein paar herzhafte Bissen von dem gegrillten Hähnchen aßen, wurde es ekelhaft.
“Plötzlich überall kleine Würmchen”
„Meine Frau und ich haben uns für ein halbes Brathähnchen und Reis entschieden. Als wir es bekamen, war alles in Ordnung mit der Welt. Aber nachdem wir beide die Keule gegessen haben, sind plötzlich kleine Würmer aus dem Essen gekrochen – beide von einem halben Grillhähnchen“, beschrieb der Wiener gegenüber der Cronen Zeitung den ekelhaften Anblick.
Sofort zückte er sein Handy und machte Fotos und Videos von dem widerlichen Essen:
Selbst der Kellner traute seinen Augen nicht, hieß es in dem Bericht. „Als wir ihm den Teller mit den Würmern im Huhn zeigten, sagten sie, er habe so etwas seit 30 Jahren nicht mehr erlebt. Der örtliche Arbeiter bestand darauf, dass die wütenden Hühner erst zwei Tage zuvor geliefert worden seien und dass er sich jetzt an den Lieferanten wende.
“Am wenigsten erwartet in Österreich”
Danach wurde den beiden geschockten Gästen zumindest angeboten, noch ein kostenloses Essen zu bestellen. Das Paar war schließlich hungrig: “Natürlich haben wir abgelehnt. Es wurde nichts berechnet.”
Allerdings werde sie dieses Haus nie wieder sehen: „Wir waren schon in Restaurants auf der ganzen Welt, nicht einmal in großen, aber so etwas Ekelhaftes haben wir noch nie gesehen. Zumindest würden wir es in Österreich erwarten.“
Larven und hohe Temperaturen
Der Bericht schlägt Wellen. Viele Krone-Leser spekulieren nun darüber, wie die Larven den Grillvorgang überlebt haben könnten.
Aus der forensischen Entomologie – dieser köstlichen Wissenschaft, die sich mit der Vermehrung von Insekten in Kadavern beschäftigt – ist bekannt, dass sich die Zeit für die Entwicklung von Larven in einem Kadaver bei Temperaturen ab Mitte der 70er Jahre auf weit über 80 Grad Celsius deutlich verkürzt.
Ein Hähnchen am Drehspieß gilt als „fertig“, wenn seine Kerntemperatur etwa 72 bis 75 Grad Celsius erreicht. Je nach Gewicht ist dies nach etwa einer Stunde der Fall.
Nav-Konto rcp Zeit 15.06.2022, 09:03 | Akt: 15.06.2022, 09:26
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