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Vier Tote, vermutlich 14 Vermisste – eine Technik, die auf Anfangsverdacht basiert

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Erstellt: 06.04.2022 Aktualisiert: 04.06.2022 06:25

Aus: Katarina Bromberger, Francisca Conrad, Hannes Niemeyer

Trennung

Bei Garmisch-Partenkirchen ist es am Freitag zu einem Zugunglück gekommen. Die Polizei bestätigt, dass mehrere Menschen bei dem Vorfall ums Leben kamen.

  • Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Waggons entgleist.
  • Tote und Verletzte: Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 schwer verletzt.
  • Ursache des Zugunglücks: Verkehrsminister Bernreiter geht von einem technischen Problem aus.
  • Diese Meldung über ein Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen wird laufend aktualisiert.

Update 4. Juni, 6.21 Uhr: Nach einem schweren Zugunglück mit mehreren Toten gehen die Bergungsarbeiten und Ermittlungen am Samstag weiter. Wie mehrere Waggons entgleisen können, ist Stunden nach dem Unglück noch unklar. Weitere Opfer unter den Ruinen scheinen nicht ausgeschlossen worden zu sein.

Mindestens vier der rund 140 Menschen im Zug starben. Es gab auch etwa 30 Verletzte, darunter mehrere Kinder. Einige der Opfer wurden schwer verletzt und mussten notoperiert werden. Es war eines der schlimmsten Eisenbahnunglücke in Deutschland in den letzten Jahren.

Bayerns Innenminister Joachim Hermann schloss nicht aus, dass unter den umgestürzten Autos weitere Opfer zu finden seien. Drei Leichen wurden unter dem Zug gefunden, eine vierte starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Herman machte am Freitagnachmittag ein Foto von der Situation und teilte dem Bayerischen Rundfunk am Abend mit, dass mehrere Personen noch immer vermisst würden. Es kann aber auch in Kliniken zu schweren Verletzungen kommen, die noch von der Polizei identifiziert werden müssen.

Neben der Bergung der Opfer und der Versorgung der Verletzten liegt der Fokus nun auf der Aufklärung der Unfallursachen. Man bereite sich auf “laufende Ermittlungen” vor, sagte ein Polizeisprecher.

Zug entgleist bei Burgrain – Bernreiter vermutet technischen Grund

Nach Angaben von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) war weder ein zweiter Zug noch ein anderes Fahrzeug in den Unfall verwickelt. Für den Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt) fügte er hinzu: „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Ursache ein technischer Grund ist, entweder am Fahrzeug oder an der Strecke.“ Laut einem Sprecher der Bahn wurde die Strecke mit elektronischen Stellwerken und moderner Sicherungstechnik ausgestattet.

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen teilte zum Ende der Rettungsaktion mit, Mitte nächster Woche dürfte auch der Autoverkehr in der Region von Verletzten betroffen sein. Der Verkehr auf dem Highway 95 wird weiterhin massenhaft umgeleitet, so dass die Autobahn nach Süden gesperrt bleibt.

Kardinal Reinhard Marx sagte am Freitagabend in München, er sei “schockiert und traurig, dass bei diesem schrecklichen Vorfall Menschen mitten aus ihrem Leben gerissen, getötet oder zum Teil schwer verletzt wurden”. Der Verlust, den die Angehörigen des Verstorbenen erleiden mussten, sei „schwer zu ertragen und mit Worten nicht zu erklären“.

Bei einem Zugunglück in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen wurden vier Menschen getötet und 30 verletzt

Update vom 3. Juni, 22.09 Uhr: Laut BR24 geht die Polizei weiterhin von vier Toten und 30 Verletzten aus. Einige der Menschen würden noch behandelt, was es schwierig mache, die genaue Zahl der leichten und schweren Verletzungen zu beziffern. Zudem sprach Martin Emig, Polizeisprecher Oberbayern, gegenüber BR24 über 14 vermisst gemeldete Personen. Es kann jedoch Opfer geben, mit denen die Polizei noch nicht gesprochen hat.

Ein Zug ist bei Garmisch entgleist: Innenminister Pfizer vor Ort

Update 3. Juni, 22.04 Uhr: Bundesinnenministerin Nancy Feiser (SPD) hat am Freitagabend ein Foto von der Lage nach einem schweren Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen erhalten. „Ich bin zutiefst schockiert“, sagte der Minister. “Es ist ein schrecklicher Unfall.” Vier Menschen wurden getötet und viele verletzt. Sie sei gekommen, um der Bundesregierung ihr tief empfundenes Beileid auszusprechen, sagte Feiser. Dies gilt vor allem für die Angehörigen, Freunde und Bekannten der Opfer. Aber sie kam auch, um ihre Solidarität mit den Rettern zu zeigen und ihren Wunsch auszudrücken, die Verwundeten zu heilen. Es seien 650 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, die Großartiges geleistet hätten, sagte der Minister. Innerhalb einer Stunde wurden alle Verwundeten geborgen und in Krankenhäuser gebracht.

Die Unfallursache ist noch unklar. „Derzeit wird alles unternommen, um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte.“ Bis die Strecke wieder befahren werden kann, wird es nach neuesten Informationen mindestens zwei Wochen dauern. Unter anderem rückt jetzt ein 700-Tonnen-Kran an, um die entgleisten Waggons zu bergen. Am Abend arbeiteten Helfer mit schwerem Gerät im Scheinwerferlicht weiter an der Rettung. Die Bäume wurden mit Kettensägen gefällt, um den beschädigten Zug zu erreichen.

Schweres Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen – Fotos vom Tatort

Siehe Fotogalerie

Update 3. Juni, 20.51 Uhr: Den Helfern vor Ort steht eine lange Nacht bevor. Die Rettungsarbeiten gehen weiter. Laut einem BR-Reporter wurden die drei unter dem Zug verschütteten Leichen bereits am Tatort gefunden. Es ist jedoch weiterhin möglich, dass die Zahl der Todesfälle steigt.

Unterdessen sprach Bayerns Innenminister Hermann erneut mit BR24 über den Vorfall. Zwölf Personen sind laut HSS-Politik noch unbekannt. „Wir sind auch etwas besorgt, dass wir noch zwölf Vermisstenanzeigen haben, die noch nicht abgeschlossen sind“, sagte er am Freitagabend dem BR Fernsehen. Es kann aber sein, dass sich die Vermissten bereits in den Kliniken befinden. Einige wurden so schwer verletzt, dass die Identität der Patienten noch nicht geklärt ist. Er hofft, dass die Polizei diese Fälle von Vermissten nachts behandeln kann.

Es sei jedoch immer noch möglich, dass weitere Menschen unter den entgleisten und umgestürzten Autos starben, sagte Herman.

Nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen gingen die Rettungsarbeiten im Rampenlicht weiter. © Angelika Warmuth / dpa

Zugunglück bei Garmisch: Verkehrsminister äußert Anfangsverdacht zur Ursache – offenbar technisches Problem

Update vom 3. Juni, 19.26 Uhr: Mittlerweile gibt es eine erste Vermutung zur Ursache des Zugunglücks bei Garmisch-Partenkirchen. Eine „Drittteilnahme“ beispielsweise aus einem anderen Zug ist bereits ausgeschlossen. „Deshalb muss man davon ausgehen, dass ein technischer Grund, entweder am Fahrzeug oder an der Strecke, die Ursache sein muss“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter dem BR. Eine Verantwortung des Freistaats Bayern stritt er jedoch ab, da der Ausbau der Schieneninfrastruktur eine „Aufgabe des Bundes“ sei.

Update vom 3. Juni, 18.34 Uhr: Die Sicherung und Bergung der beim Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen umgestürzten Autos “wird sicherlich die nächsten Tage dauern”, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Das geht heute nicht mehr.“ Deshalb müsse die Sperrung der Eisenbahn und der parallel verlaufenden Bundesstraße 2 „über das Wochenende sicher aufrechterhalten werden“.

Rettungskräfte bergen einen verunglückten Zug bei Garmisch-Partenkirchen. Die Arbeit kann Tage dauern. © Uwe Lane / dpa

Update vom 3. Juni, 18.17 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich besorgt über das Zugunglück mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen geäußert. „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen, bei den Verletzten, denen wir schnelle Genesung wünschen“, sagte er am Freitag gegenüber RTL und ntv. Der Mensch versucht, diejenigen zu retten, die gerettet werden könnten. Scholz sprach von “schockierenden Nachrichten” und “deprimierenden Fotos” vom Tatort in Bayern.

Zug entgleist bei Garmisch: Herrmann (CSU) schließt weitere Todesfälle nicht aus

Update vom 3. Juni, 18.07 Uhr: Drei der erwarteten vier Toten bei dem schweren Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen sind noch nicht geborgen. Die Opfer lagen noch unter einem umgestürzten Auto, sagte Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) am Freitagnachmittag am Tatort. „Bis der Waggon angehoben ist, können wir nicht ausschließen, dass es unten weitere Tote gibt“, sagte er. Ein vierter starb auf dem Weg ins Krankenhaus. In der Regionalbahn befanden sich laut Behörden etwa 140 Fahrgäste.

Update 3. Juni, 17.55 Uhr: Bahn-Chef Richard Lutz ist bei einem Zugunglück mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen ums Leben gekommen. „Die Eisenbahnerfamilie und ich sind schockiert über das schreckliche Zugunglück“, sagte Lutz am Freitag. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten und ihren Familien.”

Zugunglück bei Garmisch: Marcus Söder (CSU) meldet sich zu Wort

Update 3. Juni, 16.32 Uhr: Auch Ministerpräsident Marcus Söder spricht mit BR24. „Wir trauern mit unserer Familie. Wir beten und hoffen, dass sich alle Verwundeten bald erholen“, sagte er über die niederschmetternde Nachricht. Er bedankte sich bei den vielen Helfern und Rettern vor Ort. Tief betroffen fügte er hinzu: „Man kann nur sagen, dass wir hoffen, dass es vielen gut tun wird.“

Der CSU-Chef kündigte zudem auf Twitter an: „Wir trauern um die Angehörigen der Opfer und wünschen allen Verletzten gute Besserung. Die Schülerinnen und Schüler wurden speziell darauf vorbereitet …