Stand: 17.07.2022 12:26 Uhr
Die Vogelgrippe – auch Vogelgrippe genannt – breitet sich in Schleswig-Holstein weiter aus. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Region Schleswig-Flensburg wurde das Influenzavirus vom Subtyp H5N1 gefunden.
Bereits am Donnerstag waren rund 2.000 freilaufende Gänse gestorben. Das Kreisveterinäramt nahm Proben und untersuchte sie im Landeslabor. Dort entdeckten Experten das Influenzavirus des Subtyps H5. Das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) bestätigte am Freitagabend sein Ergebnis: Demnach waren die toten Tiere mit dem Vogelgrippe-Subtyp H5N1 infiziert. Wie das Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte, begannen Mitarbeiter einer Spezialfirma mit der Vernichtung Tausender Gänse und Hühner. Nach Angaben des Kreistierarztes sollten die Tiere bis Samstagabend gestorben sein.
Betroffene Feedlot-Farm, eine der größten in SH
Die betroffene Farm im Bezirk Husby in Markerup wurde abgesperrt.
Tiere müssen fachgerecht vergast und anschließend entsorgt werden. Dafür stand ein Container bereit. Anschließend sollten die Ställe gereinigt und desinfiziert werden. Betroffen sind eine Farm im Markerup-Distrikt Husby mit rund 12.500 Gänsen und Masthähnchen sowie eine weitere Farm mit rund 5.600 Gänsen. Die Gänsefarm in Markerup gilt als eine der größten des Landes. Unternehmen können die Arbeit frühestens nach vier Wochen wieder aufnehmen.
Sperrzone im Kreis Schleswig-Flensburg eingerichtet
Ein spezialisiertes Unternehmen vernichtet Tausende von Gänsen und Hühnern.
Um die beiden betroffenen Unternehmen herum werden nun sogenannte Containment Zones eingerichtet, eine Sperrzone von mindestens drei Kilometern und eine Überwachungszone von weiteren sieben Kilometern. Hoffentlich wird dadurch die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt. In diesen Zonen gelten Sonderregelungen: Geflügel muss unter anderem untergebracht werden und lebendes Geflügel darf nicht mehr transportiert werden (Sperrzone: 21 Tage; Beobachtungszone: 15 Tage). Diese Sicherheitszone gilt ab Sonntag (17. Juli). Etwa 300 Wachen sind betroffen.
Das Ministerium pocht auf die Einhaltung der Hygieneauflagen
Im November vergangenen Jahres verschärfte das Landwirtschaftsministerium wegen der Vogelgrippe landesweit die Hygieneauflagen – und pocht auf deren Einhaltung. Sie gelten für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter. Ohne Schutzkleidung darf niemand in die Ställe, in denen zum Beispiel Hühner, Fasane, Strauße, Enten oder Gänse gehalten werden. Schuhe sollten auch gewechselt werden. Außerdem sollten an den Eingängen Desinfektionswannen oder -matten aufgestellt werden.
Die Regeln gelten auch für Halter von Vögeln, die für Ausstellungen, Wettbewerbe, Ausstellungen, Wettbewerbe, Zucht oder Verkauf gezüchtet werden. Haustiere sind ausgeschlossen. Landkreise und städtische Gebiete können anordnen, dass Tiere in ihrem Gebiet oder Teilen davon nur in Ställen untergebracht werden dürfen.
AUDIO: Vogelgrippe auf zwei Höfen im Kreis Schleswig-Flensburg bestätigt (1 Min.)
Die Vogelgrippe breitet sich auch unter Wildvögeln aus
Bundesweit wurden in den vergangenen Wochen Vogelgrippe-Erreger auch bei anderen toten Wildvögeln gefunden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurde die Vogelgrippe bisher vom Friedrich-Loeffler-Institut in 80 Proben aus fünf Landkreisen bestätigt. Besonders betroffen waren Seeschwalben und Seeschwalben, aber auch Wildgänse und vereinzelt Küstenseeschwalben und Eiderenten.
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Die Seevogelkolonien in Helgoland sind bisher von der Tierseuche verschont geblieben. Das H5N1-Virus wurde bereits bei einem Tier gefunden. Mehr ▼
Die infizierten Tiere auf dem Betrieb sind mit dem Virus des Subtyps H5N1 infiziert. Um die betroffene Geflügelfarm herum wird eine Sperrzone eingerichtet. Mehr ▼
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein Nachrichten | 16.07.2022 | 1:00 Uhr Nachmittags
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