Die Flut hat am Wochenende große Gebiete in Jesolo, Bibione und Lignano mitgerissen.
Paradiesische Probleme für viele Österreicher im Badeurlaub: Statt verträumter Sandflächen, die dem Wasser zugewandt sind, haben sie in den beliebten italienischen Ferienorten Jesolo, Bibione und Lignano mit Sturmschäden zu kämpfen.
Grund ist eine durch den kalten Nordwind „Bora“ verursachte Sturmfront, die am Wochenende große Teile der Strände beschädigte. In Lignano beispielsweise wurden am Sonntag hunderte Meter Sandstrand ins Meer geschüttet – ein echtes Problem für Tourismusprofis, die allein am Pfingstwochenende in dieser italienischen Stadt 80.000 Gäste erwarten, überwiegend junge Menschen aus Österreich. Die Betreiber sagten, sie wollten den Strand bis dahin wiederherstellen.
“Kein Strand für Touristen”
Auch der Küstenabschnitt vor Jesolo ist betroffen. Dies wurde gerade nach einem Sturmschaden repariert. Am Samstag machte jedoch der Ostwind den Arbeiten einen Strich durch die Rechnung: Zwei Schirmreihen direkt am Wasser sind nicht mehr vorhanden, der Höhenunterschied zwischen der Fläche direkt am Meer und den anderen Schirmreihen beträgt bis zu 60 Zentimeter. „Für uns ist das ein Notfall. Touristen kommen in Scharen und wir haben keinen Strand zu bieten“, klagte Strandmanager Alessandro Iguadala in lokalen Medien.
Tausende Kubikmeter Sand sind verloren gegangen
Neu ist, dass Bora in Jesolo großen Schaden anrichtet. Ständig neue, kurzfristige Vorbereitung am Strand reicht nicht mehr aus. „Es fehlt an Umweltforschung, Konzepten und Infrastruktur. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, sagte Iguadala. Jesolos Bürgermeister Valerio Zoja sprach von Tausenden von Kubikmetern verlorenem Sand: “Alles kommt aus den Reserven der Gemeinde zurück.”
Foto von der Zerstörung in Bibione … Roberto Belomo / FB
Noch größer ist der Schaden auf dem Abschnitt zwischen Bibione und dem Pinienstrand von Lido dei Pini. Nach Angaben des Strandbetreibers ist mehr als ein Kilometer vom Ufer entfernt im Meer verschwunden und eine ein Meter hohe Stufe entstanden: „Die erste vorsichtige Schätzung sind 30.000 Kubikmeter verlorener Sand.“
Foto auf Nav-Konto Uhrzeit 31.05.2022, 18:36 | Akt: 31.05.2022, 18:36 Uhr
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