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Vortrag von Daniele Ganser – Steinerschule in Basel muss viel Kritik einstecken – Aktuell

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Benjamin Schenk, Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Basel, sagte, er wäre nicht an die Rudolf-Steiner-Schule gegangen, wenn er von Daniele Gansers Einladung gewusst hätte.

Der Bericht schlug Wellen: Der umstrittene Historiker Daniele Ganser trat am Mittwoch vor 150 Kindern in der Rudolf-Steiner-Schule in Basel auf. In einer Präsentation beschrieb er seine Vision für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Ganser hat in der Vergangenheit bereits auf anderen Veranstaltungen solche der russischen Staatspropaganda präsentiert. Die Veranstaltung fand während des Unterrichts statt. Die Eltern sind empört.

Ich möchte nicht mit Daniele Ganser in Verbindung gebracht werden.

Benjamin Schenk, Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Basel und weiterer Gastdozent an der Steinerschule, distanziert sich nun von Daniele Ganser. »

Diese Worte des Geschichtsprofessors richten sich auch an die Schulleitung der Steinerschule. Denn sie behauptete zunächst, Gansers Auftritt sei Teil einer Reihe verschiedener Ereignisse im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gewesen. Davon wusste Schenk aber nichts: „Diese Behauptung weise ich entschieden und kategorisch zurück“, sagte Schenk.

Gansers umstrittener Auftritt in der Schule

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Legende: Daniele Ganser ist polarisiert – und hat nicht mehr das Recht, an diversen Schweizer Universitäten zu forschen oder aufzutreten. Imago / Zukunftsbild

Der umstrittene Historiker trat am Mittwochmorgen in der Rudolf-Steiner-Schule in Basel auf. Die Veranstaltung fand während des Unterrichts statt. Die Eltern sind empört.

Der Krieg in der Ukraine beschäftigte die Schüler der Rudolf-Steiner-Schule in Basel. Deshalb organisierte die Schulleitung am Mittwochmorgen einen Vortrag über den Krieg in der Ukraine.

Kritik: Ganser verbreitet die des Kremls

Grund für die Aufregung sind die Thesen von Daniele Ganser zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Während er Russlands Angriffskrieg verurteilt, vertritt er auch die Position, dass die Vereinigten Staaten der wahre Aggressor sind. Ganser glaubt fest daran, dass die Maidan-Proteste 2013 und 2014 von den USA organisiert wurden. Ganser spricht von einem von der CIA organisierten Staatsstreich.

Laut Ulrich Schmidt, Professor für russische Kultur und Gesellschaft an der Universität St. Gallen, ist das eine völlig unhaltbare Theorie.

Daniele Ganser polarisiert

Der 49-Jährige tritt seit Jahren als Wissenschaftler auf, als Historiker, der Machtstrukturen beleuchtet und komplexe Weltpolitik aus allen möglichen Blickwinkeln beleuchtet. An verschiedenen Schweizer Universitäten und Hochschulen darf er nicht mehr lehren, weil er nicht nach wissenschaftlichen Standards arbeitet.

Die Schule in Basel Steiner wurde verstrickt

Schulbeamte verteidigten in einer Stellungnahme Gansers Auftritt: Er sei Teil einer größeren Vortragsreihe. Nun zieht sich die Schulleitung jedoch von dieser Formulierung zurück. „Nach der Vorlesung von Professor Schenk im März haben uns die Studierenden gebeten, weitere Dozenten zum Krieg in der Ukraine einzuladen. Und dann kam die Anregung von den Schülern, Daniele Ganser zu fragen“, sagt Daniel Till, Vorstandsmitglied der Rudolf-Steiner-Schule in Basel. Benjamin Schenk wusste nicht, wann sich herausstellte, dass später auch Daniele Ganser sprechen würde.

Die Schüler müssen sich eine eigene Meinung bilden können.

Thiel verteidigt jedoch die Entscheidung, Referent Ganser an die Schule einzuladen: „Uns ist es wichtig, den Schülern unterschiedliche, auch widersprüchliche Sichtweisen vorzustellen. Sie müssen sich eine eigene Meinung bilden können.“ Daniele Ganser geht übrigens selbst auf die Steinerschule. Gagen hat er für seinen Auftritt nicht verlangt.

Schenk: „Ganzers Thesen sind von Verschwörungsgeschichten geprägt“

Diese Erklärung überzeugt Geschichtsprofessor Schenk nicht: „Das ist ein Ereignis, das im Rahmen des Unterrichts passiert ist. Die Studenten mussten diese Vorlesung besuchen. Ich finde das sehr problematisch.“

Gerade weil manche Jugendliche Gansers Haltung vielleicht nicht einordnen können: „Ganser hat sich immer wieder zum Krieg in der Ukraine geäußert. „Die Thesen, die er präsentiert, sind eindeutig von Verschwörungstheorien geprägt“, sagte Schenk. Ihm fehlt die Berufserfahrung, um öffentlich über das Thema zu sprechen. Daniele Ganser habe Osteuropa nie erkundet, spreche weder Russisch noch Ukrainisch und kenne die Region nur aus den Medien und der kleinen Literatur, sagte Schenk.

Ausgeschlossen von Schweizer Universitäten

Aus diesen Gründen distanzieren sich Schweizer Universitäten deutlich von Ganser, wie etwa die Universität Basel und die Universität St. Gallen. Schenk: „Für Ganser wäre es heute undenkbar, jemals wieder einen Lehrauftrag an einer Schweizer Hochschule zu finden.“