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Waldbrand in der Sächsischen Schweiz: Lage in Sachsen und Tschechien im Griff

Waldbrände in der Böhmischen Schweiz und in der Sächsischen Schweiz – Highlights in Kürze

6.02 Uhr: Der Großeinsatz der Feuerwehr in Tschechien geht weiter

Auch in der Böhmischen Schweiz geht der Kampf gegen die Flammen weiter. Wie CT24 berichtet, waren am Donnerstagabend rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, Hilfe von Löschflugzeugen und -hubschraubern wird erst am Morgen erwartet.

Unter den fliegenden Helfern sind auch zwei Canadair-Maschinen aus Italien, die an den Löscharbeiten beteiligt waren. Wasser sollten die beiden Flugzeuge allerdings nicht von Elba nehmen, sondern vom See Milada unweit von Usti nad Labem. Seit ihrer Ankunft am Mittwoch haben sich die Piloten bereits mit dem Feuer und der Wasserquelle vertraut gemacht.

Donnerstag 5.07 Uhr: Der Kampf gegen Waldbrände geht heute weiter

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Die Waldbrandsituation im Nationalpark Sächsische Schweiz bleibt ernst, wenngleich sie sich zunächst leicht entspannt hat. Die Bekämpfung des Brandes soll am Donnerstag fortgesetzt werden, wobei Hunderte von Feuerwehrleuten und anderen Rettungsdiensten noch im Einsatz sind, um die Flammen einzudämmen.

In einem Update des Brandkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hieß es am Mittwochabend, die Lage habe sich im Laufe des Tages nur leicht entspannt. Die Lage in den Brandgebieten bleibt angespannt, aber nicht außer Kontrolle. Am Donnerstag wollen sich Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) ein Bild von der Lage machen.

Folgendes haben wir am Mittwoch berichtet:

20.40 Uhr: Prebishtor wurde von dem Feuer verschont

Es steht das Symbol der Böhmischen Schweiz – die Vorhalle. Das zeigen die ersten Fotos der Felsformation, die ein Redakteur der tschechischen Tageszeitung Mladá fronta Dnes gemacht hat. Nach Angaben der Zeitung war er einer der Ersten, der zusammen mit Feuerwehrleuten das historische Denkmal erreichte. „Das Prebischtor-Areal scheint vom Brand verschont geblieben zu sein“, sagt Tomáš Lánský.

19.09 Uhr: Rettungsdienste in der Sächsischen Schweiz sind am Limit

Mehr als 400 Retter kämpfen seit Montag gegen den Brand in der Sächsischen Schweiz. Sie sind erschöpft und brauchen Ruhe. Mittlerweile reicht der Platz in der Feuerwache in Shmilka nicht mehr aus. Ein Teil des Elbbrückenparkplatzes war daher für die Feuerwehr reserviert. Dort können sich Kameraden ausruhen, essen und trinken. Ein Teil davon sind Spenden. Außerdem ist der ASB Neustadt einen dritten Tag im Waldbrandgebiet rund um Bad Schandau im Einsatz.

Während die Rettungsdienste am Limit sind, sind Touristen verunsichert und verärgert.

18.42 Uhr: Waldbrand in der Böhmischen Schweiz: Italienische Löschflugzeuge sind eingetroffen

Sieben Helikopter werden bereits zur Waldbrandbekämpfung im Nationalpark Böhmische Schweiz eingesetzt. Darunter je eine Maschine aus Polen und der Slowakei, je zwei von der tschechischen Armee und der tschechischen Polizei sowie ein Hubschrauber eines Privatunternehmens. Das teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Am Abend trafen auch die beiden von Italien zugesagten Canadair-Löschflugzeuge ein. Sie können bis zu 6.000 Liter Wasser aufnehmen.

18.20 Uhr: Feuerwehren des Landkreises Görlitz bekämpfen Waldbrände

Insgesamt 29 Feuerwehren aus dem Landkreis Görlitz im Grenzgebiet Sächsisch-Böhmische Schweiz sind seit Anfang der Woche im Einsatz, um die örtlichen Feuerwehren bei der Bekämpfung der dortigen Waldbrände zu unterstützen. Das gab der Landkreis Görlitz am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

17.50 Uhr: Bio-Hofgrills für die Retter in Bad Schandau

Viele fühlen sich angesichts der Brände in den Wäldern der Sächsischen Schweiz hilflos und wollen doch etwas tun. Biobauer Karsten Ulrich, Pirnas Plathjirsch und viele andere auch. Am Freitag grillen sie Bratwürste und bereiten Burger für die Helfer in Bad Schandau zu. „Solidarität geht alle an“, sagt Ulrich. „Bei so einer Katastrophe muss man aufstehen.“ Zu den Helfern gehören der Obsthof Krietzschwitz, die Bäckerei Spiegelhauer und die Dürrröhrsdorfer Wurst- und Fleischwaren GmbH.

Am Freitag grillt Carsten Ulrich in Bad Schandau für die Helfer und will sie dabei unterstützen. © Daniel Förster

17.36 Uhr: Waldbrand im Elbsandgebirge unter KontrolleDie Lage in den Waldbrandgebieten des Elbsandgebirges in Sachsen und Böhmen ist unter Kontrolle, bleibt aber angespannt. Die Brandbekämpfung im Sächsischen Nationalpark konzentriere sich derzeit auf zwei der fünf Brandabschnitte, den Berenfang- und den Friensteinmauerbereich, sagte Landesamtssprecher Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz. „Das Gebiet ist zerklüftet und nicht leicht zugänglich.“ Totholz erschwert auch die Brandbekämpfung. Manche Brandausbrüche konnten Einsatzkräfte kontrollieren und stabilisieren, andere breiteten sich aus und mussten intensiv bekämpft werden. Ein Standort befindet sich auf Frienstein und ein größerer Standort zwischen Goldstein und Richterschlucht.

16.55 Uhr: Kein Verbot, den Wald von tschechischer Seite zu betreten

Während im Nationalpark Sächsische Schweiz ab Dienstagnachmittag ein Waldbegehungsverbot gilt, darf der Wald von tschechischer Seite weiterhin betreten werden.

Nach Angaben des Direktors der Parkverwaltung, Pavel Bendi, wollte die Region Usti wegen des Großbrandes den Zugang zu den Wäldern in der Böhmischen Schweiz verbieten. Am Ende erließen die Behörden jedoch kein Verbot, berichtet ČT24. Laut dem Bezirksamt in Usti wird eine solche Verordnung künftig nicht mehr erlassen.

16.45 Uhr: Update zu Straßensperrungen

Für Straßensperrungen im Raum Sächsische Schweiz gibt es Erleichterungen. Die Kirnitzschtalstraße ist wieder frei. Sie erreichen Restaurants, den Campingplatz Ostrauer Mühle und die Kirnitzschtalklinik.

Die B172 ist in Bad Schandau ab dem Parkhotel Lindenhof noch gesperrt. Ferienunterkünfte, Restaurants sowie die Klinik Falkenstein in Ostrava können nach Rücksprache mit der Polizei betreten werden.

16.30 Uhr: Nationalpark-Sprecher: „Das Feuer war plötzlich an so vielen Stellen“

Hanspeter Mayr, Sprecher der Nationalparkverwaltung, erklärt, warum die Brandbekämpfung im Gebirge so schwierig ist. Und wie viele geschützte Arten bedroht sind. Lesen Sie hier das Interview mit ihm über die Situation im Brandgebiet.

Hanspeter Mayr ist Sprecher des Nationalparks Sächsische Schweiz. © Marco Förster

16.15 Uhr: Basteibrücke vorübergehend gesperrt

Die Verwaltung des Nationalparks Sächsische Schweiz erreicht derzeit viele Anfragen zum Verbot des Betretens des Waldes. Wie die Behörde mitteilt, ist die Basteibrücke nicht von der Allgemeinverfügung des Landratsamtes ausgenommen, sie ist vorübergehend gesperrt. Berghotel und Panoramarestaurant sind weiterhin vom Parkplatz aus erreichbar. Tagesausflügler werden gebeten, dort nicht zu rauchen. Erst letzte Woche brach unter der Bastion ein Waldbrand aus.

16.10 Uhr: Die Evakuierung aus Hřensko wird einige Zeit dauernNach Angaben des Bürgermeisters von Hrensko wird die Evakuierung der Bürger der Gemeinde bis Montag fortgesetzt. Der tschechische Innenminister Vit Rakusan sagte, der durch das Feuer verursachte Schaden könne noch nicht abgeschätzt werden.

15:50 Uhr: Der Ministerpräsident bedankte sich für die Unterstützung im Kampf gegen Waldbrände

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dankte für die Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz. „Dass die Slowakei, Polen und Italien die deutsch-tschechische Grenze unterstützen, ist ein großes Zeichen europäischer Solidarität“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Dresden. Viele reguläre und ehrenamtliche Einsatzkräfte werden Tag und Nacht im Einsatz sein, um die Waldbrände im Elbsandsteingebirge und an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg zu löschen: „Dafür meinen herzlichsten Dank und Respekt. Wir bekommen viel Unterstützung von der Bundeswehr und der Bundespolizei, aber auch von den europäischen Nachbarn.“

Laut Regierungssprecher Ralf Schreiber unterstützt das Kabinett die betroffenen Regionen aktiv bei der Brandbekämpfung. Mit Kretschmer findet täglich eine Telefonkonferenz statt, an der das Innenministerium, die Landesdirektion und das Landesamt teilnehmen. Inzwischen wurde der Kreis auch um den Landrat der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge, Michael Geissler (CDU), erweitert. Der Ministerpräsident sprach am Mittwoch auch mit dem deutschen Botschafter in Tschechien, um ein Treffen von Innenminister Armin Schuster (CDU) am Donnerstag im tschechischen Teil des Nationalparks vorzubereiten.

„Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt ausdrücklich das Begehverbot des Landkreises in den Wäldern der Region und bittet um dessen strikte Einhaltung. Jetzt kommt es darauf an, dass die beteiligten Einsatzkräfte die Waldbrände ungehindert löschen können und die Gefahren ausgeschlossen werden“, sagte Schreiber.

15.21 Uhr: Unterstützung der Bundespolizei mit Hubschraubern

Auch die Bundespolizei unterstützt die Feuerwehr bei der Bekämpfung der Brände im Nationalpark Sächsische Schweiz. Aktuell sind zwei Hubschrauber der Bundespolizei mit Feuerlöschbehältern, den sogenannten Bambi Buckets, im Einsatz. Mit jedem Wassertropfen können bis zu 2000 Liter Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Für Einsatzkräfte vor Ort ist das Gebiet teilweise schwer zu erreichen. Luftunterstützung ist daher eine wirkungsvolle Ergänzung und in vielen Bereichen die einzige Möglichkeit zur Brandbekämpfung…