Germany

War Shadow Summit: G7-Plan für internationale Ölpreisaussetzung

G7-Kriegsschattengipfel plant internationale Ölpreisbremse

25. Juni 2022, 23:51 Uhr

Westliche Sanktionen zeigen Wirkung und Russland exportiert weniger Öl. Aufgrund steigender Preise steigen die Einnahmen Moskaus jedoch weiter. Gleichzeitig leiden Wirtschaft und Verbraucher weltweit. Das wollen die G7-Staaten mit einer internationalen Preisobergrenze ändern.

Kurz vor dem offiziellen Beginn des G-7-Treffens im bayerischen Ellmau sahen die deutschen Gastgeber, dass die Diskussion um die internationale Obergrenze des russischen Ölpreises gut lief. Die Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien in der G-7 spricht laut Regierungskreisen intensiv und konstruktiv darüber, wie eine solche Preisobergrenze funktionieren kann. Der Kreis sei auf einem guten Weg, hier eine Einigung zu finden, heißt es. Die Diskussion geht in die richtige Richtung.

Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada. An diesem Sonntag, dem ersten Tag des bis Dienstag andauernden Treffens in den Bayerischen Bergen, stehen die Weltwirtschaftslage, der Kampf gegen den Klimawandel und die Sicherheitspolitik im Mittelpunkt.

Der Zweck einer solchen Preisobergrenze besteht darin, dass Russland die steigenden Energiemarktpreise nicht mehr ausnutzt und so seinen aggressiven Krieg gegen die Ukraine weiter finanzieren kann. Gleichzeitig sollen weitere Ölpreisausschläge verhindert werden. Obwohl westliche Sanktionen gegen Russland greifen, führt dies nicht automatisch zu einem Rückgang der russischen Einnahmen. Nicht nur in der EU, sondern auch in den USA sind hohe Spritpreise derzeit ein großes Problem.

Enge Abstimmung mit Kiew

Beherrschendes Thema der am Sonntagnachmittag beginnenden Debatte auf Schloss Elmau werde der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein, wird aus Regierungskreisen betont. Das Thema wird direkt oder indirekt einen großen Teil der Debatte ausmachen. Aus Sicht von Bundeskanzler Olaf Scholz, der derzeit Gastgeber der G7 ist, ist es wichtig, dass das Treffen ein Signal der gemeinsamen Unterstützung für die Ukraine aussendet. Deshalb stehe er in engem Kontakt mit dem Präsidialamt in Kiew.

Die G7-Runde wird sich laut Bundesregierung auch mit den Herausforderungen in Asien befassen. Im Verhältnis zu China wird es darauf ankommen, die Herausforderungen klar zu benennen – darunter auch die Kritik am Wirtschaftsgebaren Pekings. Gleichzeitig muss aber auch das Bekenntnis stehen, dass eine ganze Reihe von Herausforderungen, wie etwa die Klimakrise, nur gemeinsam mit China bewältigt werden können.