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Was es braucht, um billiger zu laden

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Freitagmorgen 99,12 US-Dollar und kehrte damit auf das Vorkriegsniveau zurück. Inzwischen stieg der Preis auf 133 $.

Obwohl der Benzinpreis wieder leicht gesunken ist, müssen Autofahrer an der Zapfsäule immer noch über zwei Franken pro Liter Benzin bezahlen, wie kürzlich berichtet wurde. Betrugsvorwürfe tauchen auf, Tankstellenbetreiber wehren sich.

Als Hauptgrund für die anhaltend hohen Pumppreise gilt das Niedrigniveau des Rheins. Laut Ramon Werner, Geschäftsführer des Tankstellenbetreibers Oelpool, müssen sich drei Dinge ändern, damit der Benzinpreis wieder unter die Zwei-Franken-Marke fällt.

Endlich braucht es Regen

„Zunächst braucht es Regen im ganzen Gebiet“, sagt Werner, dessen Unternehmen unter anderem die Ruedi-Rüssel-Tankstellen betreibt. „Wenn der Rhein wieder mehr Wasser führt, kann mengenmäßig mehr transportiert werden und die Transportkosten sinken wieder etwas.“

Wir erinnern daran, dass Schiffe auf dem Rhein derzeit nur ein Viertel der Ladung transportieren können, die sie normalerweise transportieren. Die Frachtkosten von Rotterdam nach Basel stiegen von 20 auf 30 Franken pro Tonne bzw. auf 260 Franken. Die Kosten sind derzeit mehr als zehnmal höher als üblich und treiben den Benzinpreis in die Höhe.

Versorgungssicherheit muss hergestellt werden

Hinzu kommt eine große Unsicherheit auf dem Weltmarkt nach Kriegsausbruch. Daher ist die zweite Voraussetzung, dass die Versorgungssicherheit wieder sinkt. „Auch wenn Russland als Ölexporteur scheitert, kann es wieder zur Normalität kommen“, sagt Werner. Andere Exporteure würden einspringen.

Mehr zu Kraftstoffpreisen und Tankstellen

Und als dritte und letzte Forderung verweist Werner auf Europas Raffineriesystem, das wieder normal funktionieren müsse. Hohe Nachfrage und geringes Angebot stehen derzeit im Widerspruch zueinander.

Laut Avenergy, dem ehemaligen Ölverband, fehlen allein in Europa geschätzte Raffineriekapazitäten von einer Million Barrel pro Tag. Dies führt zu einer Erhöhung des Kaufpreises.

Die aktuell hohen Preise im internationalen Vergleich sind übrigens nicht in erster Linie Schuld an den lokalen Tankstellenbetreibern, sondern daran, dass die Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern nach Kriegsausbruch in der Ukraine keinen Rabatt für Tanks eingeführt hat. (SDA/uro)