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Westliche Waffenlieferrouten in die Ukraine täuschen die Russen

Moskau sucht nach “europäischen” Spionen

Waffentransportwege aus dem Westen täuschten die Russen

Westliche Präzisionswaffen für die Ukraine halten den russischen Vormarsch zurück. Kiew gewinnt sogar wieder. Jetzt suchen die Russen in Osteuropa nach Spionen. Sie müssen die Transportwege der Waffen freigeben.

Gepostet: 02:49 Uhr

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Aktualisiert: 4:10 Uhr

Westliche Waffensysteme für die Ukraine zeigen Wirkung. Der russische Vormarsch verlangsamt sich. Jetzt erobern die Ukrainer ihr Territorium zurück. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) sagte am Sonntagabend: „Wir haben es bereits geschafft, einen Teil des nach dem 24. Februar besetzten Territoriums zu befreien.“

Die Russen sind wütend. Nachschubwege werden gekappt, Munitionsdepots müssen weit hinter die Front verlegt werden. Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu, 67, erschien am Samstag persönlich mit seiner Truppe. Berichten aus Kiew zufolge bereitet Russland die “nächste Phase” des Krieges vor. Und sogleich: Nach Anhörung des Berichts über die Lage vor Ort ließ Schoigu sein Ministerium verkünden, er habe “die notwendigen Anweisungen gegeben, um die Aktivitäten der Heeresgruppen in alle Angriffsrichtungen auszudehnen”.

Die Ausweitung der Aktivitäten umfasst offenbar auch Spionageoperationen in Osteuropa. Das teilte der Geheimdienst des Verteidigungsministeriums der Ukraine auf seiner Facebook-Seite mit.

Die Europäer schikanierten die Russen

Offenbar versucht Russland, die Wege von Waffenlieferungen zu verfolgen, noch bevor sie die Ukraine erreichen. Demnach versucht Moskau, in Osteuropa prorussische Polizisten und Zivilisten zu rekrutieren, die an Waffenlieferungen in die Ukraine beteiligt sind. Spione müssen berichten, wie Militärgüter aus dem Westen in die Ukraine gelangen.

Der Transport dieser Waffen ist eine der heikelsten Missionen im Krieg. US-Armeeministerin Christine Warmuth (53) bestätigte kürzlich, dass US-Geheimoperationen solche Konvois koordinieren.

Der Geheimdienst Kiews im Verteidigungsministerium gab zunächst alles klar. Anstatt mit den Russen als Spione zu kooperieren, “würden sich die Europäer sofort an ihre Polizei und Sicherheitsbehörden wenden”. (ke)