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Wetter NRW heute: Unwetter – Im Südwesten beginnen starke Gewitter

Am 19. Mai 2022 um 12:50 Uhr

Schwere Gewitter beginnen im Südwesten von NRW: „Wir sprechen von einer extrem gefährlichen Situation in NRW“

10 Bilder Hitzewelle, Sturm, Hochwasser – Extremwetter in NRW 2022
Foto: dpa / Nicolas Maeterlinck

Herbst-Update Das Wetter in NRW wird ungemütlich – und sogar gefährlich: Die Menschen im ganzen Land müssen sich auf Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen, starken Sturmböen und Hagel am Nachmittag einstellen.

Als erste im Land rechnen die Menschen im Südwesten Nordrhein-Westfalens am Donnerstag mit schweren Gewittern und Stürmen. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, das Gewitter sei bereits am Donnerstagnachmittag über das Aachener Gebiet gezogen. Auf lokaler Ebene besteht Unwettergefahr.

Grund für die Gewittersituation sind daher warme und zunehmend feuchte Luftmassen, die mit Südwestströmung nach Nordrhein-Westfalen transportiert werden. Am Donnerstag steigen die Temperaturen auf 27-30 Grad, in den höheren Bergen auf 24 Grad. „Wir erwarten starke Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel“, sagte Meteorologe Sebastian Altnau vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Orkanartige Böen mit bis zu 110 Stundenkilometern seien am Donnerstag nicht auszuschließen, berichtet der DWD.

Starkregen von 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter, mancherorts sind Starkregen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde möglich. Gewitter ziehen relativ schnell, aber heftig vorbei. Hinzu kommen starke Windböen mit etwa 100 Stundenkilometern sowie schwerer Hagel mit einer Korngröße von bis zu drei Zentimetern.

Niederschlag und Gewitter lassen laut DWD in der Nacht zum Freitag wieder nach, beleben sich aber am frühen Morgen vor allem im Süden mit teils kräftigen Gewittern wieder.

Am Freitag wird es laut DWD noch heftiger. „Im ganzen Land droht das heftigste schwere Gewitter seit langem“, sagte DWD-Meteorologe Sebastian Altnau. „Wir rechnen mit Starkregen, Hagel bis zu fünf Zentimetern und sehr starken Windböen“, sagt Altnau. Manchmal kann es orkanartige Böen geben. „Im Freien besteht Lebensgefahr“, sagt Altnau. Menschen sollten sich nach Möglichkeit nur nachmittags in Innenräumen aufhalten, auch Keller sollten gemieden werden.

NRW ist laut Deutschem Wetterdienst das am stärksten von Sturm betroffene Bundesland. Es werde „sehr starke Gewitter geben – mit massiven Folgen“. Die Behörden wurden gewarnt: “Wir sprechen von einer äußerst gefährlichen Situation in NRW.” Auch Überschwemmungen seien möglich – eine Flutkatastrophe wie 2021 im Arttal sei aber “eher unwahrscheinlich”. Aber es kann überlaufende Kanäle, umherfliegende Äste und Blitze geben.

Am Samstagabend ziehen Regen und Gewitter nach Osten. Es bleibt überwiegend trocken mit niedrigen Werten zwischen zwölf und acht Grad.

Am Samstag wird teilweise bewölktes Wetter erwartet. Nördlich der Ruhr wird morgens vereinzelt mit Niederschlägen gerechnet, ansonsten fallen laut DWD überwiegend Niederschläge. Es wird deutlich kühler mit Höchsttemperaturen zwischen 18 und 22 Grad und etwa 16 Grad in den Bergen. Im Nordosten des Landes kann es noch zu starken Böen kommen. Die Sonntagnacht wird voraussichtlich niederschlagsfrei bleiben.

Hier ist die Fotogalerie: Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürme – Extremwetter in NRW 2022