08.09.2022 21:10 (akt. 08.09.2022 21:10)
Nintendos „Smash Bros.“ Kriegserklärung: Bunte Free-to-Play-Schlachten mit Warners Kultfiguren.
(PC, PS4, PS5, XB1 & XBSX) Lieber gut kopiert als schlecht erfunden, dachte sich Herausgeber Warner Bros. und kochen Sie Ihre eigene Suppe nach dem „Smash Bros.“-Rezept. Zänker. Das heißt: Es schickt verschiedene Charaktere aus dem eigenen Franchise-Katalog in den Ring, um in Multiplayer-Matches gegeneinander anzutreten.
Nintendo hat das Gameplay seit der ersten Veröffentlichung von Super Smash Bros. 1999, was es Nachahmern schwer macht. Nickelodeon scheiterte kürzlich kläglich mit seinen „All-Stars“, als es versuchte, es zu kopieren. „Brawlhalla“ von Ubisoft läuft nun schon seit fünf Jahren recht erfolgreich. LEGO wird LEGO Brawls im September veröffentlichen.
Freispiel 2
Der neue kostenlose 2-Spiele-Titel von Warner Bros. „MultiVersus“ setzt nun auf ein prominentes Kämpferteam, fesselndes Gameplay und einen Fokus auf 2v2-Teamarbeit. Für das ungeschulte Auge sehen die Kämpfe aus wie Feuerwerkskörper, die in eine Spielzeugkiste geworfen werden: Batman trifft Bugs Bunny in einem farbenfrohen Feuerwerk, und Arya Stark von Game of Thrones fliegt Tom und Jerry. Dahinter steckt jedoch eine überraschende Menge an Gameplay-Finesse und Strategie. Das Ziel ist es, die Gegner von der Karte zu stoßen. Je mehr ein Charakter im Laufe des Kampfes eingenommen hat, desto weiter fliegt er beim nächsten Treffer, bzw. desto wahrscheinlicher wird er k.o.
Alle Charaktere werden auf die gleiche Weise gesteuert, sodass Sie sich schnell durch das Spiel zurechtfinden: Springen, Angreifen, Spezialbewegungen und Ausweichen. Je nach Richtung, Leistung (z. B. in der Luft, geladen usw.) und Zeit ändert sich die Bewegung. Perfektionisten haben also viel Spielraum zum Feintuning.
17 Zeichen
„MultiVersus“ hat zu Beginn 17 Charaktere (davon 4 sofort spielbar) – von bekannten Helden über mächtige Außenseiter bis hin zu absoluten Newcomern: Iron Giant, Taz, Velma, Arya Stark, Batman, Superman, Harley Quinn, Wonder Woman Bugs Bunny, Finn, Jake, Steven Universe, Garnet, Reindeer Dog, Shaggy, Tom & Jerry und Lebron James. Rick und Morty werden in naher Zukunft beitreten. Helden sind in fünf Klassen unterteilt: Panzer, Schläger, Attentäter, Magier und Unterstützer. Je nach Paarung ändert sich die optimale Spielweise. Der Deer Dog zum Beispiel hat eine Liebesleine, mit der er seine Partner fesselt, damit sie am Rand der Plattform aggressivere Luftkämpfe führen können. Darüber hinaus erhalten Charaktere ihre eigenen freischaltbaren Vorteile. Zum Beispiel reduziert Supermans kryptonische Haut den Schaden.
Sie können wählen, ob Sie 1 gegen 1, 2 gegen 2 oder 4 gegen alle spielen möchten. Aber “MultiVersus” konzentriert sich offensichtlich auf gemischte Paare, dh. 2 vs. 2 – vor allem wegen der vielfältigen Paardynamiken. Das Fehlen von (spannenden) Karten schmerzt ein wenig, wird aber wahrscheinlich in Zukunft durch neue DLCs beseitigt. Das Free-to-Play-2-Modell an sich funktioniert bisher recht gut: Figuren und Upgrades können kostenlos „gespielt“ werden. Sie zahlen nur echtes Geld für Kosmetika wie Skins, Banner oder zusätzliche Animationen. Leider können sie nicht anders freigeschaltet werden.
Fazit
„MultiVersus“ macht bisher alles richtig. Die Charaktere sind einzigartig und gut ausbalanciert, also weder zu stark noch zu schwach. Die Monetarisierung greift nicht dramatisch ein und die Steuerung im Kampf funktioniert tadellos. Hinzu kommt ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal mit Fokus auf 2v2 inklusive Teamplay-Möglichkeiten. Die Inhaltsoptionen sind derzeit begrenzt. Dies ist besonders wichtig bei einer Handvoll recht verbreiteter Karten. Angesichts der Warner Bros.-Franchises, zu denen Harry Potter, Der Herr der Ringe und The Matrix gehören, gibt es jedoch viel für zukünftige MultiVersus-Inhalte zu erwarten.
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