Germany

Zadic weist die Vorwürfe von Gabriele Eicher zurück

In einer Aussendung wies das Justizministerium die Vorwürfe von Gabriele Eicher zurück. Der Justizminister, der am Dienstag seinen Rücktritt erklärt hatte, warf Justizministerin Alma Zadic (Grüne) in einem Interview mit Die Presse vor, die Ministerin habe versucht, ihre Weisungsfreiheit zu umgehen, indem sie ihr mitteilte, sie solle “aufhören, WKStA-Fragen zu stellen”.

Zadic wird von der ehemaligen Rechtsverteidigerin vorgeworfen, versucht zu haben, ihre Weisungsfreiheit zu umgehen, indem sie ihr mitteilte, „sie solle der WKStA keine Fragen mehr stellen“. In einem Interview will Zadic den Verteidiger lediglich darauf hinweisen, dass die Unabhängigkeit der Justiz, sowohl nach innen als auch nach außen, immer gewahrt bleiben müsse. Es war die Beauftragung einer Anwaltskanzlei, die einen von der WKStA verfolgten ÖVP-Politiker Eicher vertritt.

Der Anwalt behauptet, dass viele Anwälte in die Fälle involviert seien: “Von mir wird erwartet, dass ich direkt nach der Anwaltsprüfung einen Anwalt beauftrage, der noch nie jemanden vertreten hat.”

Eicher räumte die große Enttäuschung der Staatsanwaltschaft ein: „Die hungern wie nichts und alles kommt in die WKStA.“

Das Justizministerium weist dies kategorisch zurück. Seit Beginn der Amtszeit Zadics wurden insgesamt 40 neue Staatsanwaltschaftsstellen geschaffen, vier davon in der WKStA. Außerdem wird es 100 ständige Unterstützungsstellen bei den Gerichten und der Staatsanwaltschaft geben.