Die ZSC Lions scheiterten auch im zweiten Anlauf an ihrem zehnten Meistertitel. ZSC-Stürmer Chris Baltisberger hatte am Montag einen Grund, nicht nach Hause zu kommen: “Heimsiege sind immer schwerer als auswärts.” Der Grund ist einfach: Im Heimstadion ist der mentale Druck größer.
In Spiel 5 musste der ZSC den Zuger Druck abwehren, Zürich kam fast nicht ins Spiel, der EVZ machte so viel Druck, die Leute von Trainer Dan Tangnes legten ein furchtbares Tempo vor. Das einzig Negative aus Zuger Sicht war, dass sie im ersten Drittel nicht getroffen haben. Kurz vor Schluss schien das Stadion zu platzen, als Marco Pedretti Reto Suri mit dem Knie foulte. Dafür wurde der ZSC-Stürmer für 5 Minuten diszipliniert. Da auch Yannick Weber einen Elfmeter erhielt, spielte der EVZ mit Doppelvorteil. Aber der EVZ konnte es, wie alle anderen, die ihm folgten, nicht nutzen.
Wie so oft wurde die Mannschaft bestraft, die die Chancen verpasst hatte: In der 30. Minute brachte Torschütze Denis Malgin die Gäste in Führung, dies war sein neunter Treffer in den Playoffs. Doch der EV gab nicht auf und glich in der 38. Minute durch Dario Simion aus. Wieder einmal brachte der 27-jährige Tessiner den EV in der 52. Minute per Steno erstmals in Führung – Bossard Arena kochte. Dank zweier leerer Tore kurz vor Schluss – eines von Simion, eines von Kovar – sicherte sich Zugchans den Sieg. Daher findet morgen im Hallenstadion das nächste Duell statt. Dies ist die dritte Chance für die Löwen. Adrian Hünziker
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