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Zu den Gesprächen über eine mögliche EU-Mitgliedschaft: Von der Leyen in der Ukraine – Politik

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, 63, traf am Samstag in Kiew ein, um über den Antrag der Ukraine auf EU-Mitgliedschaft zu sprechen.

Unter anderem wollte der deutsche Spitzenpolitiker in seinem Zulassungsantrag offene Fragen mit Präsident Wladimir Zelenski, 44, besprechen. Kurz nach ihrer Ankunft schrieb sie auf Twitter: „Ich freue mich, nach Kiew zurückzukehren.“ Auf Ukrainisch fügte sie hinzu: „Europa ist mit euch.“

„Wir werden Bilanz ziehen über die gemeinsamen Anstrengungen, die nötig sind, um die Ukraine wieder aufzubauen und auf ihrem europäischen Weg voranzubringen“, sagte von der Leyen bei der Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt. „Dies wird in unsere Bewertung einfließen, die wir in Kürze präsentieren werden.

Die Europäische Kommission wird voraussichtlich am kommenden Freitag ihre Einschätzung darüber veröffentlichen, ob der Ukraine der EU-Kandidatenstatus zuerkannt werden sollte. Eine solche Empfehlung dürfte an Reformzusagen in Bereichen wie Rechtsstaatlichkeit oder Korruptionsbekämpfung geknüpft sein.

Die Entscheidung darüber, ob die Ukraine den Kandidatenstatus erhält, wird von den EU-Ländern getroffen und muss einstimmig getroffen werden. Es ist davon auszugehen, dass der EU-Gipfel am 23./24. Juni sich damit befassen sollte – allerdings gehen die Ansichten der Länder zum Teil deutlich auseinander, obwohl die Entscheidung über den Kandidatenstatus nicht der Entscheidung über die Aufnahme vorausgeht und auch nicht zeitlich bedingt ist. Beispielsweise ist die Türkei seit 1999 EU-Beitrittskandidat.

► Im März, kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar, beantragte die Ukraine die EU-Mitgliedschaft. Die EU-Länder haben die Europäische Kommission beauftragt, sich damit zu befassen und eine Empfehlung abzugeben.

Von der Layen zum zweiten Mal in Kiew

Von der Layens Reise nach Kiew war ihre zweite seit Kriegsbeginn am 24. Februar.

Aus Sicherheitsgründen wurde es nicht im Voraus veröffentlicht. Im April besuchte von der Leyen den Kiewer Vorort Bucha, wo seit kurzem Kriegsverbrechen öffentlich geworden sind. Damals legte sie Selenskyj eine Liste mit Punkten vor, die ihre Behörde nutzt, um die EU-Ambitionen der Ukraine zu bewerten.

Ursula von der Layen im Busch im April Foto: Ephraim Lukacki / dpa

Erst in dieser Woche reisten Staatssekretärin Claudia Roth (67, Grüne), Landwirtschaftsminister Cem Yozdemir (56, Grüne) und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) in das von Putin angegriffene Land.

Zuvor waren Außenministerin Analena Burbock (41, Grüne) und Entwicklungsministerin Svenja Schulze (53, SPD) in die Ukraine gereist. Laut BILD plant auch Finanzminister Christian Lindner einen Besuch im Land.

Im Gegensatz zu vielen anderen hochrangigen europäischen Politikern war Scholz seit Beginn des Krieges in der Ukraine NICHT in Kiew.