Veröffentlicht 14. Juli 2022, 11:12 Uhr
Zug: Freunde sperren 18-Jährigen in Schliessfach ein – Feuerwehr muss ihn befreien
Feuerwehreinsatz am Bahnhof Zug: Ein 18-Jähriger kletterte in einen Spind und wurde von seinen Freunden eingesperrt. Aufgrund des Alkoholkonsums konnten sie ihn nicht mehr freilassen.
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Ein junger Mann wurde am Donnerstagmorgen um 4 Uhr in einem Schliessfach am Bahnhof Zug eingesperrt.
Zuger Polizei
Seine Freunde konnten ihn nicht mehr befreien. Die Feuerwehr musste ihn aus seiner misslichen Lage befreien.
Zuger Polizei
Der Unfall ereignete sich am Bahnhof in Zug.
Wikipedia/Baikonur/CC-BY-SA-3.0
Am Bahnhof in Zug begannen am Donnerstagabend drei junge Männer mit einer Rettungsaktion. «Ein 18-jähriger Jugendlicher ist aus Spass in einen Gepäckschrank am Bahnhof Zug geklettert, der daraufhin von seinen beiden Kollegen geschlossen und verschlossen wurde», teilte die Zuger Polizei am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 16 Uhr.
«Ein Dritter hat uns mitgeteilt, dass mit den Schliessfächern etwas Ungewöhnliches passiert», sagt Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Polizei. Schließlich konnten die jungen Männer aufgrund des Alkoholkonsums das Schließfach nicht mehr selbst öffnen.
„Wir trafen zwei junge betrunkene Männer am Tatort, die uns sagten, ihr Freund sei eingesperrt“, fuhr Kleiner fort. Das Schließfach öffnet sich mit einem QR-Code, den die Jugendlichen nicht mehr hatten.
Der Polizei ist ein solcher Fall nicht bekannt
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) wurde gerufen, damit der 18-Jährige befreit werden konnte. „Das Schließfach musste eingeschlagen werden“, sagte der Sprecher. In wenigen Minuten gelang es ihnen, den jungen Mann unverletzt aus der misslichen Lage zu befreien.
Auch dass jemand aus einem Schließfach gerettet werden musste, war für Einsatzkräfte ungewöhnlich. „So ein Fall ist mir nicht bekannt“, sagt Kleiner. Auch für das FFZ ist ein Einsatz nicht alltäglich: „Es kommt immer wieder vor, dass jemand irgendwo hängen bleibt“, sagt Remo Meyer, Einsatzleiter des FFZ. “Aber wir mussten noch nie jemanden aus einem Schließfach entlassen.”
Für die Feuerwehr war es ein “relativ einfacher Einsatz”, sagt Meyer. „Wir haben die Schranktür mit einem sogenannten Spreader geöffnet, das ist ein hydraulisches Rettungsgerät“, sagt Meyer. “Es war eine Sache von Minuten.”
Tagsüber werden die Schränke ordentlich beheizt
„Wir wussten von Anfang an, dass es dem Herrn im Schrank gut geht“, sagt der Betriebsleiter. Für die Notaufnahme hat die Operation auch ein Lächeln hervorgerufen. Allerdings sollte man so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Bei diesen Temperaturen heizen sich die Schließfächer den ganzen Tag auf und es wird innen relativ warm. So gesehen war es sicherlich wichtig, den Herrn schnell da rauszuholen.
„Aus polizeilicher Sicht ist dies ein Hilfsmittel, das zu unserer täglichen Arbeit gehört. Anders verhält es sich bei den durch die Befreiungsaktion verursachten Sachschäden. „Erfahrungsgemäß sollte eine Rechnung für den beschädigten Schrank noch im Briefkasten liegen“, sagt Kleiner.
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