Landeshauptfrau Barbara Schöby-Fink (ÖVP) hoffte, dass die beiden Schulen in ein bis zwei Jahren wiedereröffnet werden könnten. „Das ist unser Ziel“, betonte Schöby-Fink am Dienstag nach der Regierungssitzung. Es ist klar, dass die Schließung einer Schule einen großen Einschnitt in das soziale Leben des Dorfes bedeutet.
Die Parthenen Grundschule bleibt geschlossen
Betroffen sind die Grundschulen Partenen (15 Schüler) und Wald am Arlberg (12 Schüler). Die Aufnahme erfolgt an der Grundschule Gaschurn oder der Grundschule Dalaas. Die Eltern werden am Ende des vorangegangenen Schuljahres informiert, hieß es in der Ankündigung.
Die Hälfte der Stellen wird nicht besetzt
Schöby-Fink betonte, dass es vor einer Woche noch 28 freie Plätze in Grundschulen gegeben habe, jetzt seien es nur noch 14: „Die Dynamik ist hoch“. Zum Schuljahresbeginn wurden 373 neue oder wieder in die Pflichtschule zurückkehrende Lehrkräfte eingestellt, deutlich mehr als im vorangegangenen Schuljahr (303).
In Vorarlberg starten in der kommenden Woche 54.592 Kinder und Jugendliche an 288 Schulen ins neue Schuljahr, darunter 5.370 Erstklässler.
„Das ist ein Zeichen dafür, dass unsere Maßnahmen wirken“, sagte der Landeshauptmann. In der Bildungsdirektion Vorarlberg wurde eine Stellenstelle geschaffen. Auch Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani betonte, dass sich diese Position bereits bewährt habe.
Mietzuschuss und Klimaticket als Anreize
52 (2021: 29) von 373 Lehrkräften sind Personen aus anderen Bundesländern (insbesondere Burgenland, Steiermark, Kärnten) und dem Ausland. Zu den Maßnahmen gehört auch, dass der Staat niedergelassenen Lehrern einen Mietzuschuss und eine Klimakarte gewährt. „Die Mietbeihilfe gibt es schon seit einigen Jahren, aber jetzt haben wir sie deutlich erhöht“, sagte Schoeby-Fink. Außerdem wurden 115 beruflich veränderte und 30 pensionierte Lehrer eingestellt.
Besser Zuschauer als gar keine Lehrer
Kritik an der Einstellung von Zuschauern entgegnete Schoeby-Fink mit den Worten: “Auch ausreichend ausgebildete Lehrer wären mir lieber.” Aber es ist besser, Zuschauer zu haben, als überhaupt keine Lehrer. Um die Situation zu verbessern, wiederholte der Landeshauptmann seine Forderung an die Bundesregierung, die Lehrplanstruktur für den Primarbereich zu ändern.
Opposition: „Systematisches Versagen“
Auf ein dreijähriges Bachelor-Studium könne ein berufsbegleitendes zweijähriges Master-Studium folgen, entschied Schöby-Fink. Das Bachelorstudium dauert derzeit vier Jahre. Die Vorarlberger Oppositionsparteien FPÖ, SPÖ und NEOS hoben hingegen ein „systematisches Versagen der Vorarlberger Bildungspolitik“ hervor.
Schulbeginn ohne Pflichttests und Masken
Schoeby-Fink sagte zum Thema Coronavirus, man freue sich über den großen Schritt in Richtung Normalität, sei aber „nicht naiv und wachsam“ im neuen Schuljahr. In jedem Fall ist eine Schulung vor Ort geplant, auch wenn sich die Lage verschlechtert.
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