Germany

Zwei Tote nach dem „Böhse Onkelz“-Konzert in Frankfurt

  1. Startseite
  2. Frankfurt

Erstellt: 23.07.2022, 16:10 Uhr

Von: Diana Riesmann

Teilt

Chaotische Szenen nach dem “Böhse Onkelz”-Konzert am Freitag in Frankfurt. Zwei Personen wurden von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.

Update vom Samstag, 23. Juli, 15.50 Uhr: Zu dem Vorfall nach einem Konzert in Frankfurt sind neue Informationen bekannt geworden. Wie die Frankfurter Polizei auf Anfrage bestätigte, stammten die beiden Toten aus Mecklenburg-Vorpommern. Eine 25-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann sind nach dem Konzert der Band „Böhse Onkelz“ am Freitag (22. Juli) von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden.

Laut 5Vision war die Bahnstrecke wegen des Vorfalls bis etwa 2 Uhr morgens gesperrt. Die Polizei konnte diese Angaben nicht bestätigen. Davor gab es Verwirrung um den Zug. 5Vision meldete zunächst einen „Sonderzug aus Marburg“. Diese Informationen wurden bereits gemeldet und von der Polizei bestätigt. Der Zug ist ein Regionalzug der Deutschen Bahn.

Tod nach dem Konzert: Hier starben zwei Menschen, die zuvor ein „Böhse Onkelz“-Konzert besucht hatten. © Chris Lorenz/5vision.media

Erstmeldung vom Samstag, 23. Juli: Frankfurt – Nach dem „Böhse Onkelz“-Konzert am Freitagabend (22. Juli) in Frankfurt kam es laut Maxi Imgenberg, einem Sprecher der Bundespolizei in Saarbrücken, zu chaotischen Szenen, als sich die Gäste von „Deutschen“ verabschiedeten Bench Park“. Der genaue Grund ist noch unklar. „Normalerweise ist das Stadion oder die Infrastruktur auf deutlich mehr Besucher ausgelegt“, sagt Imgenberg.

Bereits vor dem tödlichen Unfall kam es zu mehreren Teilsperrungen der Zugstrecke, da die Bundespolizei mehrfach Personen von den Gleisen entfernen musste. Gegen 23.40 Uhr wurden zwei Personen – eine 25-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann – in der Nähe des Fußballstadions zwischen Stadionbecken und einer Tankstelle von einer Regionalexpress-Linie erfasst und tödlich verletzt. Es war ein Sonderzug nach Marburg. Der Fahrer leitete erfolglos eine Vollbremsung ein.

Tödlicher Unfall nach “Böhse Onkelz”-Konzert in Frankfurt – Polizei mit Großaufgebot vor Ort

Bundespolizisten haben den Tatort gesichert. Zeugen mussten vor Ort von der Notseelsorge betreut werden. Etwa 300 Passagiere, die sich im Zug befanden, konnten ihn später verlassen. Bundes- und Landespolizei waren mit einem Großaufgebot, darunter auch einem Hubschrauber, vor Ort.

Zwei Menschen sind nach dem „Böhse Onkelz“-Konzert tödlich von einem Zug erfasst worden – die Polizei hat ein großes Areal rund um das Waldstadion abgesperrt. © Chris Lorenz/5vision.media

Wie es zu den chaotischen Szenen kam und warum so viele Besucher über die Gleise liefen, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Frankfurt hat Ermittlungen zu dem tödlichen Vorfall aufgenommen. Der Vorfall führte zu großflächigen Straßensperrungen und Einschränkungen des Schienen- und Straßenverkehrs.

Zwei Tote nach dem “Böhse Onkelz”-Konzert in Frankfurt – der Aufbruch war offenbar chaotisch organisiert

Zahlreiche Menschen waren nach dem Vorfall rund um das Waldstadion gestrandet. Hunderte Menschen standen auf der Flughafenstraße/Otto-Fleck-Schneise. Viele der Konzertbesucher sollen stark alkoholisiert gewesen sein. Laut 5vision.media gab es diverse Kommunikationsprobleme zwischen den Besuchern und dem Veranstalter sowie der Polizei. Auch das Handynetz war offenbar komplett überlastet.

Auch via Twitter und Facebook beschwerten sich viele Besucher: „Nach Hause gehen wäre schön!! Hier hat die Organisation total versagt! Taxis können die Warteschlange überspringen, wenn sie ausgebucht sind und keine Züge mehr fahren! Schade“, kommentierte ein User.

Tödlicher Unfall nach dem „Böhse Onkelz“-Konzert in Frankfurt

Siehe Fotogalerie

Ein anderer Nutzer befürchtete bereits eine Massenpanik: „Der Abgang – natürlich ein logistischer Seilakt. Aber wenn Sie Warteschlangen für Taxis erstellen, müssen diese auch respektiert werden. Bei Junioren in Gelbwesten ist das wirklich nicht möglich. Anscheinend gibt es keine Funkgeräte, der Teamleiter ist nicht erreichbar. Nasse Augen bei den Stewards. Man hat das Gefühl, dass die Stewards nicht näher geschult/involviert sind. In Duisburg stellte sich so etwas als richtig blöd heraus…” (Sie mit 5vision.media)

Anfang Juli kam es am Frankfurter Hauptbahnhof zu einem tödlichen Unfall, als ein Mann von einem Zug erfasst wurde.