Im Fall eines in Berlin entführten 22-Jährigen hat die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Er versuchte, in die Wohnung zurückzukehren, aus der der Student entlassen wurde.
Laut Polizei versuchte der festgenommene 20-Jährige am vergangenen Freitag, eine Woche nach der Entlassung des Studenten, in die gesicherte Wohnung einzudringen. Rettungskräfte konnten ihn festnehmen – es wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Nach Angaben der Polizei befindet er sich seit mehreren Tagen auf der Flucht.
Wie sein mutmaßlicher Komplize sitzt der 20-Jährige nun in Untersuchungshaft. Die Anklage gegen die beiden lautet laut Polizei auf gemeinsame Entführung durch Erpressung sowie gefährliche Körperverletzung und insbesondere schwere Erpressung.
Nach Angaben der Polizei bedrohten die beiden Verdächtigen den 22-jährigen Studenten mit einer Schusswaffe, um ihm sein Handy und Geld abzunehmen. Daraufhin sollen sie ihn bedroht und körperlich gezwungen haben, Geld von seinem Konto abzuheben. Anschließend behielten sie den Studenten in einer Wohnung, um mit seiner Karte weiter Geld abzuheben – bis das Limit der Karte ausgeschöpft war.
Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit. Beide Männer seien der Berliner Polizei bereits bekannt, hieß es in der Mitteilung.
Ausstrahlung: rbb24-Abendsendung, 15. August 2022, 19:30 Uhr.
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