Den Ermittlungserfolgen der Polizei Köln ging die Entdeckung eines mutmaßlichen Täters aus Vermelskirchen voraus. Der 44-jährige Mann war Gegenstand einer Untersuchung wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf mindestens 12 kleine Kinder. Bei seiner Festnahme im vergangenen Dezember wurden mehrere Dutzend Terabyte an kinderpornografischem Material gefunden. Außerdem führte er offenbar sorgfältig Aufzeichnungen über Gleichgesinnte, deren Adressen und sexuelle Vorlieben.
“Überschüsse unerwarteter Gewalt”
Dies führte dann zu Verhaftungen in ganz Deutschland. 30 mutmaßliche Opfer können identifiziert werden. Die Auswertung der beschlagnahmten Materialien wird Monate dauern. Ein sichtlich schockierter Ermittler sagte dem WDR, die Fotos und Videos zeigten Gewaltexzesse unvorstellbarer Art. Der mutmaßliche Täter aus Vermelskirchen hat keine eigenen Kinder. Er soll seine Opfer gefunden haben, die sich um Kinder kümmerten.
Innenminister Reul sagte am Samstag, man solle mit technischen Mitteln die Zahlen reduzieren, damit Polizisten und Ermittler nicht zu viel zumuten und effektiv arbeiten können.
Wir brauchen eine Software, die harmlose Bilder von gefährlichen trennt, sodass die Ermittler sie sich nur ansehen müssen. Das reicht noch. Und schließlich brauchen wir künstliche Intelligenz. Herbert Raul
Einzelheiten werden am Montag auf einer Pressekonferenz in Köln bekannt gegeben. Bisher ist laut einer WDR-Studie bekannt, dass es bundesweit bereits mehr als 70 Tatverdächtige gibt.
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