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Schwere Waffen für die Ukraine: Die Union erhöht den Druck auf Olaf Scholz

Deutschland eine schwere Waffe für die Ukraine

Die Gewerkschaft erhöht den Druck auf Bundeskanzler Scholz – und setzt auf eine Ampelteilung

Zustand: 07:14 Lesezeit: 2 Minuten

“Beitrittsstatus ist nutzlos für Krieg”

Die Reise von Olaf Scholz nach Kiew sei ein “starkes politisches Signal”, sagt Ex-General Klaus Wittmann. Er sagt aber auch, dass dies die Versäumnisse bei der Unterstützung der Ukraine nicht kompensiere. Und er richtet eine klare Bitte an die Bundesregierung.

Die Gewerkschaft will Bundeskanzler Scholz (SPD) auffordern, der Ukraine mit schweren Waffen gegen Russland zu helfen. Bisher stecken alle Pläne dazu in der Ankündigungs- und Vorbereitungsphase. Die CDU/CSU übernimmt bewusst FDP-Positionen.

Unmittelbar nach dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Kiew verstärkte die Union den Druck, schwere Waffen zu liefern. Für eine Regierungserklärung vor dem G-7-Gipfel von Scholz in Elmau am Mittwoch im Bundestag hat die Fraktion von HDZ und HSS einen Vorschlag vorgelegt, in dem die Regierung aufgefordert wird, endlich die versprochene militärische Ausrüstung zu liefern.

Die Stellungnahme WELT AM SONNTAG erhielt Scholz vorgeworfen, den Bundestagsbeschluss zu ignorieren. Ende April beschloss das Parlament mit den Stimmen der Ampelparteien und der Union, schwere Waffen zu liefern. Scholz kam dem jedoch nicht nach: „Alle von der Bundesregierung initiierten und angekündigten Lieferungen schwerer Waffen, wie die Flakgeschütze Gepard, Panzerhaubitze 2000, das Mehrfachraketensystem MARS II und das Flugabwehrsystem Iris-T, haben nicht über die Ausschreibungs- und Vorbereitungsphase hinaus vorgedrungen.“

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Deutschland schotte sich mit seiner zögerlichen Haltung ab und riskiere, “das Ansehen Deutschlands, insbesondere bei unseren östlichen Nachbarn und Freunden, irreparabel zu schädigen”.

Als Lieferungen in die Ukraine diskutiert (links): Panzerhaubitze 2000, das Flugabwehrsystem IRIS-T und der Flugabwehrpanzer Gepard

Quelle: Philipp Schulze / picture alliance / dpa; Diehl Verteidigung; Maurizio Gambarini / picture-alliance / dpa

Der Vorschlag zielt eindeutig darauf ab, die Ampelkoalition zu spalten. Er hat in den vergangenen Wochen Forderungen der FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann entgegengenommen – etwa die Einführung einer “Bundeskanzleramtszentrale”, um Unterstützungsanfragen aus der Ukraine zentral zu koordinieren. Der Anhang fordert auch eine “sofortige Lösung” von Angeboten der Rüstungsindustrie zur Lieferung von Schützenpanzern Marder und Kampfpanzern Leopard 1. Diese Vorschläge stecken seit Wochen im Bundessicherheitsrat unter Vorsitz der Kanzlerin fest.

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Die Union fordert auch mehr parlamentarische Transparenz bezüglich der bisher gelieferten Waffen. Bisher konnten nur einzelne Abgeordnete des geheimen Bundestagsverteidigungsdienstes die Liste prüfen. Sie dürfen die Öffentlichkeit nicht darüber informieren.

Der Vorschlag ist in dramatischem Ton formuliert: „Der ukrainischen Armee droht zu bluten. Dies sollte nicht passieren. Damit die Ukraine ihren Kampf fortsetzen kann, braucht sie dringend eine Versorgung mit modernen Waffen und Munition.“ Bereits im April hat die Union Ampelfraktionen dazu gezwungen, sich auf die Lieferung von „schweren Waffen“ zu verpflichten. Zu einer solchen Entscheidung war die PSD-Führung erst bereit, als kritische Abgeordnete drohten, dem Vorschlag der Union zuzustimmen.

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