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Amtsgericht Traunstein: Gewaltopfer verklagen Papst Benedikt XVI

München – Laut einer Studie von Correctiv, der Wochenzeitung Die Zeit und dem Bayerischen Rundfunk (BR) ist beim Amtsgericht Traunstein ein Verfahren gegen Papst Benedikt XVI. im Ruhestand eingereicht worden. wurde abgelegt.

Demnach müsse sich der 95-Jährige möglicherweise vor einem weltlichen Gericht wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche verantworten, teilte das Recherchezentrum Essen Correctiv mit. am Mittwoch (22.6.). Der Fall wurde vom Anwalt eines Gewaltopfers in Bayern eingereicht.

► Der Fall richtet sich gegen den Pfarrer Peter H., der auch in dem Missbrauchsbericht des Erzbistums München und Freising im Januar 2022 eine zentrale Rolle spielt, sowie gegen mehrere Führer der katholischen Kirche, darunter Kardinal Friedrich Veter , Vikar von München General Christoph Klingan und der ehemalige Papst Benedikt XVI. Peter H. soll in den 1990er Jahren mehrere Kinder und Jugendliche im Erzbistum München sexuell missbraucht haben, darunter auch den Kläger.

Ob der Münchner Ehrenpapst und frühere Erzbischof Josef Ratzinger für die Anschläge angeklagt werden kann, ist umstritten. Medienberichten zufolge geben die Gutachter dem Fall eine Chance, wenn die Kirche auf die Berufung auf die Verjährung verzichtet, wie sie es bereits im innerkirchlichen Verfahren getan hat.

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Der frühere Münchener Erzbischof Kardinal Veter hat angekündigt, keine Verjährung zu beantragen. Das Erzbistum München und Freising wollte die Studie nicht offiziell kommentieren.

Im Januar legte die Münchner Anwaltskanzlei WSW ein Gutachten im Auftrag des Erzbistums München und Freising vor. Demnach gibt es Hinweise auf mindestens 497 Opfer sexueller Gewalt im Erzbistum zwischen 1945 und 2019.

Ehrenpapst Benedikt XVI wird vorgeworfen, in vier Fällen nicht ausreichend gegen die Täter vorgegangen zu sein, wie etwa Erzbischof von München Josef Ratzinger (1977-1982).