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Ärzte der Hospital GmbH informieren über Hepatitis

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Erstellt: 04.08.2022, 09:00

Von: Stephanie Novi

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Chefarzt Dr. Jochen Dressel (links) und Oberarzt Dr. Andreas Benesic hofft, dass mehr Menschen über mögliche Hepatitis-Infektionen nachdenken und die Tests und Behandlungsmöglichkeiten bei den Hausärzten und der Krankenhaus GmbH akzeptieren. © Neu

Region – Dies ist das größte Stoffwechselorgan des Menschen. Die meisten Menschen schenken der Leber jedoch wenig Aufmerksamkeit. Dies ist einer der Gründe, warum Hepatitis-Erkrankungen gar nicht oder zu spät erkannt werden. Hospital GmbH will das ändern.

Etwa 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr weltweit, nachdem sie sich mit Hepatitis infiziert haben. Im Jahr 2010 hat die Weltgesundheitsorganisation das Hepatitis-Virus in ihre Liste der „globalen Killer“ aufgenommen. Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen oder gute Behandlungsmöglichkeiten. Viren werden auf verschiedenen Wegen übertragen: durch Wasser und kontaminierte Lebensmittel (Hepatitis A), Körperflüssigkeiten (B), direkter Kontakt mit kontaminiertem Blut sowie sexueller Kontakt und kontaminierte Nadeln durch Drogenkonsum (C). Der Verzehr von rohem Fleisch ist eine häufige Ursache für eine Hepatitis-E-Infektion.

Jede Option hat unterschiedliche Konsequenzen. Grundsätzlich ist Hepatitis eine Entzündung der Leber. Viren können akutes Leberversagen, Leberzirrhose und Krebs verursachen. Allen Varianten gemeinsam ist, dass sie zunächst oft nicht wahrgenommen werden. Manche bleiben oft unbemerkt, wie es bei Hepatitis E der Fall ist. Andere haben ein sehr hohes Risiko, an Zirrhose und Karzinom zu erkranken. Hepatitis B ist weltweit die häufigste Ursache für diese schwerwiegenden Folgen.

Aber was kann man dagegen tun? Es gibt Hepatitis A und B Impfungen wie Dr. Jochen Dressel, Chefarzt für Innere Medizin in Schongau und Leiter des Zentrums für Gastroenterologie in Weilheim-Schongau, und sein Kollege, Oberarzt Dr. erklärt Andreas Benesic. Wer eine chronische Hepatitis-B-Infektion hat, kann auch an Hepatitis D erkranken. Bis 2021 war die chronische Hepatitis B/D nahezu unbehandelbar. Die letzte Chance für viele Patienten war eine Lebertransplantation. Doch die Therapie habe in den vergangenen Jahren „enorme Fortschritte“ gemacht, wie Dresel bestätigt. Es gibt bereits Medikamente, mit denen sich der Krankheitsverlauf günstig beeinflussen lässt.

Für die anderen Varianten der Hepatitis gibt es keine Impfungen. Wird die Infektion jedoch rechtzeitig erkannt, lassen sie sich recht gut behandeln, wie Benesic mitteilt. Deshalb haben seit Herbst letzten Jahres alle Krankenversicherten die Möglichkeit, sich kostenlos von ihrem Hausarzt auf Hepatitis B und C untersuchen zu lassen. Benesic empfiehlt jedem Erwachsenen, diesen Test zu machen.

Darüber hinaus bietet die Hospital GmbH seit Anfang des Jahres Sprechstunden an ihrem Standort in Weilheim an. Jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag oder nach Vereinbarung beraten Experten kostenlos. Mit einem speziellen Ultraschallgerät kann die Leber des Patienten genau untersucht werden. Wie wichtig das ist, zeigen aktuelle Daten aus der Praxis: Hier gibt es derzeit eine Häufung von Hepatitis-A-Fällen.

Die beiden Ärzte hoffen, dass mehr Menschen diesem oft übersehenen Organ mehr Aufmerksamkeit schenken. Schließlich ist die Früherkennung das Wichtigste. Auch bei einer unheilbaren, chronischen Erkrankung können die Betroffenen noch ein normales Leben führen.

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