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Ausstehende Ampeln: Rheinmetall stellt ersten Marder für die Ukraine fertig

Im Vorgriff auf die Ampelfreigabe hat Rheinmetall den ersten „Marder“ für die Ukraine fertig gestellt

12. Juni 2022 01:41

Seit Monaten bietet der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall eingelagerte Schützenpanzer für den Einsatz in der Ukraine an. Kiew will 100 “Marder”, aber die Bundesregierung hat keine Ausfuhrgenehmigung erteilt. Rheinmetall hat jetzt die ersten Autos für den Export fertig.

Mehrere Rheinmetall Marder Schützenpanzer, die von der Bundeswehr ausgemustert wurden, aber derzeit aufgerüstet werden, sind einsatzbereit und können sofort in die Ukraine geliefert werden. „Wir sind dabei, 100 Marder-Schützenpanzer zu reparieren, und die ersten Fahrzeuge stehen bereit“, sagte Armin Paperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, gegenüber Bild am Sonntag.

„Wann und wohin die Marder geliefert werden, entscheidet die Bundesregierung.“ Auch 88 Leopard-1- und weitere Leopard-2-Panzer befinden sich im Modernisierungsdepot. Marder ist laut Papberger nach wie vor eine schlagkräftige Kampfmaschine und wird auch von der Bundeswehr – etwa in Litauen – eingesetzt. “Wir haben Marder im Laufe der Jahre auch viele Male aktualisiert.”

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern will Rheinmetall seine Kapazitäten erhöhen. „Wir erwarten eine deutliche Umsatzsteigerung auf 20 Prozent pro Jahr und sind nun dabei, unsere Kapazitäten zu erhöhen“, erklärt Papberger.

„Wir werden teilweise in mehreren Schichten arbeiten. Wir können die Munitionsproduktion in den nächsten zwölf Monaten mindestens verdreifachen, und die von Lastwagen könnte sich verdoppeln – weil wir viel Infrastruktur aus dem Kalten Krieg sehr schnell aktivieren können. „Trotz gestiegener Nachfrage gibt es keine Lieferengpässe oder Engpässe.