In den Räumlichkeiten eines Reifengroßhändlers in Hammertingen (Kreis Sigmaringen) ist über Nacht ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Millionen Euro.
Demnach gerieten am späten Samstagabend aus noch unbekannten Gründen eine Lagerhalle und ein Verwaltungsgebäude des Unternehmens in Brand. Der Feuerwehreinsatz wurde am Sonntagmorgen fortgesetzt. Ein Feuerwehrsprecher sagte dem SWR, der Einsatz werde mindestens bis in den Abend hinein andauern, möglicherweise sogar bis Montag.
Das Feuer war am Vormittag immer noch nicht gelöscht. SWR Ann Schmidt
Fünf Personen wurden bei dem Brand leicht verletzt
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden fünf Personen leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei waren in dieser Nacht 380 Feuerwehrleute, der Rettungsdienst mit 40 Personen, fünf Notseelsorger und zwei Polizeistreifen im Einsatz. Das Feuer brach offenbar kurz nach 23 Uhr in einem Lager- und Geräteschuppen aus, erfasste ein benachbartes Bürogebäude und Metallbehälter, in denen neue Autoreifen gelagert waren.
Einer von SWR Anne Schmidts Altreifen-Metalltonnen
Laut dem Bürgermeister von Gammerting, Holger Jerg, wurde auf dem Firmengelände eine Hochzeitsfeier gefeiert. Das bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber dem SWR. Nach Angaben des Bürgermeisters gab es vermutlich ein Feuerwerk. Die Brandursache ist laut Polizei noch unklar.
Die Feuerzisternen sind leer, die Bauern liefern Wasser
Auf dem Firmengelände brennt es weiterhin, Feuerwehrleute aus den Bereichen Sigmaringen, Zollernalb, Reutlingen und Ravensburg sind weiterhin im Einsatz, teilweise mit Atemschutz. Mit einer Drohne wird geprüft, wo die Hitze besonders hoch ist und wo möglicherweise noch Hitze herrscht. Damit die Feuerwehren mit Löschwasser versorgt sind, bringen Landwirte mit Traktoren und Anhängern Wasser aus der Lauchert zum Löschteich. Die Feuerwehr vermutet, dass die unterirdischen Löschtanks des Unternehmens bereits erschöpft sind.
Landwirte liefern Wasser für den Löschteich von SWR Anne Schmidt
Die Bevölkerung in und um Gammertingen wurde über die Warn-App NINA und per Verkehrsfunk vor der starken Rauchentwicklung gewarnt. Es wird empfohlen, Fenster und Türen zu schließen und Klimaanlage und Lüftung auszuschalten.
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