Germany

Busfahrer in Graz: Keine Pause wegen Personalmangel

Der Personalmangel bei den Graz Linien soll nichts mit der CoV-Pandemie zu tun haben – allerdings naht die Ferienzeit und die Mitarbeiter haben durchschnittlich 22 freie Tage, die nicht genutzt werden können.

“Teufelskreis”

Horst Schachner, Betriebsratsvorsitzender der Holding der Graz Linien, kritisierte die Situation, die fast wie ein Urlaubsverbot sei: „Wir haben kein Urlaubsverbot, aber wenn Mitarbeiter Urlaub beantragen, haben wir ein Problem, das sie nicht haben sollten geteilt werden, und wenn Mitarbeiter keinen Urlaub bekommen, dann steigt auch die Zahl der Krankentage – das ist ein Teufelskreis und hier ist die Unternehmensleitung gefragt.“

Laut Horst Schachner sind derzeit 475 Busfahrer mit den Graz Linien unterwegs: Er appellierte an die Unternehmensleitung, 30 bis 40 zusätzliche Busfahrer einzustellen, da nur so der Urlaub im Schnitt länger als vier Wochen sei – kann reduziert oder genommen werden.

Der Betriebsrat bedroht das Recht auf Selbsthilfe

Die neuen Mitarbeiter würden aber sofort gehen, wenn sie im Sommer fahren müssten: „Wir zahlen viel Geld für die Ausbildung, damit sie Bus fahren können. Und wenn sie hinterher erfahren, dass sie im ersten Jahr keinen Sommerurlaub bekommen, dann sagen viele: ‚Tut mir leid, das mach ich nicht‘ und gehen woanders hin“, sagte Schachner, der schon ist die Konsequenzen ankündigen. für den nächsten Sommer: “Ich kann versprechen, dass wir das in den Hauptferien nicht einhalten und dann werde ich von meinem Selbsthilferecht Gebrauch machen und dann bekommen alle freie Tage vom Betriebsrat!”

Der Straßenbahnverkehr ist nicht betroffen

Das Personal im Straßenbahnverkehr ist davon übrigens nicht betroffen, da durch die Baustellen im Gleisbau mehr Busfahrer benötigt werden. Seit einiger Zeit werden auch Doppelfahrer eingesetzt: Sie können sowohl die Straßenbahn als auch den Bus nehmen – so hofft der Betriebsrat der Graz Linien, das Urlaubsproblem anzugehen.