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Versäumte Zeit: Impfstoffvorräte: Welle kommt zu spät Nachrichten

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von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Schlechte Nachrichten kamen diese Woche von Valneva: Das französisch-österreichische Unternehmen gab bekannt, dass es möglicherweise seinen Vertrag mit der Europäischen Kommission über den Verkauf seines Coronavirus-Impfstoffs kündigen muss. Verzögerungen bei der Zulassung des Impfstoffs haben zu dem Wunsch der Europäischen Kommission geführt, das Liefervolumen drastisch zu reduzieren. Einerseits sind viele Menschen in Europa bereits geimpft, andererseits ist das Virus durch Mutationen weniger gefährlich geworden.

Laut Valneva sind einige Länder immer noch an dem herkömmlichen inaktivierten Impfstoff interessiert. Die erhaltenen vorläufigen Mengen werden jedoch nicht ausreichen, „um die Nachhaltigkeit des Covid-19-Impfstoffprogramms von Valneva sicherzustellen“, sagte das Unternehmen. Das bedeutet, dass das Impfprogramm nicht bezahlt wird, wenn die zu bestellenden Mengen zu gering sind.

Gute Nachrichten gibt es hingegen von Sanofi und Glaxosmithkline. Die Forschungskooperation zwischen den beiden Pharmaunternehmen hat bekannt gegeben, dass sich ihr Impfstoff sehr gut als Auffrischimpfung gegen Omikron eignet. Eine Studie zeigte, dass die dritte Dosis von Sanofi-GSK bei Teilnehmern, die zwei vorherige Biontech-Impfungen erhalten hatten, eine stärkere Reaktion gegen Omikron BA.1 auslöste als der Biontech-Impfstoff.


Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Mehrheitseigentümer des alleinigen Gesellschafters der Finanzen Verlag GmbH, Herr Bernd Frch, hat direkte und indirekte Positionen zu den folgenden in der Veröffentlichung erwähnten Finanzinstrumenten oder damit verbundenen Derivaten eingegangen, die von einer etwaigen Kursentwicklung profitieren können ein Ergebnis der Veröffentlichung: Biontech, Curevac, GlaxoSmithKline, Novavax, Pfizer, Valneva.


ANLEGERINFORMATIONEN

Die Aktien von Valneva sind diese Woche stark gefallen. Das Unternehmen hat einen inaktivierten Impfstoff gegen ein ganzes Covid-Virus entwickelt. Knapp 27 Millionen Kartons wollten die EU-Staaten laut Vorvertrag vom November 2021 in diesem Jahr kaufen. Aber der Impfstoff wartet noch auf die Zulassung, und die EU hat bereits angekündigt, aus dem Abkommen auszusteigen. Laut Valneva hat sie bisher bis zu 400 Millionen Euro in den Impfstoff investiert. Über die Zulassung kann Ende Juni entschieden werden. Bis dahin halten sich Anleger besser fern.

Die französisch-britische Zusammenarbeit zwischen Sanofi und GlaxoSmithkline wartet immer noch auf die Zulassung ihres Protein-Kronen-Impfstoffs der ersten Generation. Aber in der Zwischenzeit hat es bereits einen Impfstoff der nächsten Generation herausgebracht. Der Auffrischimpfstoff hat nach Angaben des Unternehmens in klinischen Studien eine „starke Immunantwort“ gegen verschiedene Varianten des Coronavirus gezeigt – darunter auch die Omicron-Variante, die sich besonders schnell verbreitet. Sanofi hofft noch in diesem Jahr auf eine Zulassung. Angesichts des negativen Marktumfelds verlieh die Ankündigung der Aktie der Börse keinen Auftrieb.

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