Veränderungen in der Situation in der Straße von Taiwan werden jedoch weiterhin viel Aufmerksamkeit erhalten. „Regelmäßige Patrouillen“ sind geplant. Die militärische Ausbildung und andere Vorbereitungen werden ebenfalls fortgesetzt. Das Militär werde Chinas Souveränität und territoriale Integrität “entschlossen verteidigen”, hieß es in der Erklärung.
Als Reaktion auf einen Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan hat China in der vergangenen Woche groß angelegte Militärübungen rund um die Inselrepublik durchgeführt, darunter auch das Üben einer möglichen Übernahme der Insel. Das Ende der „Kampfübungen“ war zunächst für Sonntag angekündigt, wurde aber überraschend verlängert. Während der Manöver feuerte China auch ballistische Raketen auf Taiwan ab, von denen angeblich eine zum ersten Mal direkt über Taiwan flog. Als Reaktion auf die Manöver entsandte das taiwanesische Militär Flugzeuge, sendete Funkwarnungen, mobilisierte Raketenabwehrsysteme und feuerte Raketen ab.
Der Versand ist bedroht
Laut Sebastian Kummer, Verkehrsexperte an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), könnte eine mögliche militärische Eskalation des Konflikts in Taiwan auch zu Einschnitten im Welthandel führen. Besonders betroffen seien die Schifffahrt und stark befahrene Schifffahrtsrouten in der Region, sagte Coomer gegenüber der APA. Als “wahrscheinlichstes Szenario” sieht er die Blockade der wichtigen Taiwanstraße zwischen China und der Insel. Fast die Hälfte aller Containerschiffe der Welt passieren laut einer aktuellen Analyse der Finanznachrichtenagentur Bloomberg für die ersten sieben Monate des Jahres die Taiwanstraße.
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