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Conference League: Der WAC erlöst sich mit einem Playoff-Ticket

In der 12. Minute brachte Ty Baribeau Wolfsberger vor 500 Zuschauern im MFA Centenary Stadium von Ta’Qali auf den Weg zum Sieg. Dominic Baumgartner sorgte noch vor der Pause für die Vorentscheidung (33.). Torsten Röher vom Elfmeterpunkt (59.) und der eingewechselte Augustin Boakier (84.) sorgten für den Endstand. Anders als die Nullnummer in Klagenfurt traten die Wolfsburger gegen den Außenseiter aus Malta souverän auf. Auch die Gastgeber beendeten die Partie nach zwei Gelb-Roten mit zwei Mann weniger.

In den Playoffs wartet der Sieger der Partie zwischen Molde FC und dem ungarischen Vizemeister Kisvarda. Das Rückspiel zwischen den beiden potenziellen Rivalen ist für Donnerstag (21.00 Uhr) angesetzt. Molde geht mit deutlich besseren Karten in die Partie in Ungarn, da das Hinspiel in Norwegen mit einem sauberen 3:0-Erfolg für die Gastgeber endete. Der Aufsteiger der Gruppenphase, für den eine Ablösesumme von drei Millionen Euro erwartet wird, wird in den Play-off-Spielen am 18. und 25. August endgültig entschieden.

Boakye markiert das Ende

In der 75. Minute beendete „Jokera“ das Spiel mit dem vierten Tor des WAC.

“Sie werden verdient befördert”

Die Wolfsberger waren nach dem hitzigen Kampf erleichtert, endlich in die Playoffs einzuziehen. „Wir haben uns selbst Druck gemacht, weil wir weiterkommen wollten. Im ersten Spiel haben wir es nicht so gut gemacht, aber heute schon“, sagte Torschützenkönig Baumgartner im ORF-Interview. „Die Malteser haben sich mehr erhofft, aber am Ende haben wir es heruntergespielt und sind verdient aufgestiegen.“

Konferenz Liga

Qualifikation

Für Trainer Robin Dutt war die frühe Führung der Schlüssel zum Erfolg. „Das 1:0 war wichtig für den Spielverlauf, weil sie ihre Spieltaktik ändern mussten. Dann bekommt man auch ein bisschen Platz, weil es dann ein ganz normales Fußballspiel ist. Mental war die Aufgabe nach dem ersten Spiel, nach dem Spiel am Samstag und bei den Temperaturen nicht einfach. Nach dem 1:0 und 2:0 war das keine Erleichterung, aber nach den Platzverweisen war klar – es geht nur noch darum, den Ball zu halten“, sagte der Deutsche.

Die Besucher bekommen den erhofften Blitzstart

Der WAC stand bereits nach drei sieglosen Ligaspielen unter Druck, darunter eine 1:5-Niederlage gegen den LASK am vergangenen Samstag. Bei über 30 Grad Celsius im Landesinneren der Mittelmeerinsel setzte Trainer Robin Dutt mit Youngster Tierno Ballo auf einen zusätzlichen Offensivmann – und wurde dafür belohnt. An den Flanken standen Mihael Novak und Adis Jasic, der im Warm-up den verletzten Jonathan Scherzer ersetzte.

Debatte

Wer kann im Europapokal überraschen?

Torschützenkönig Baribo machte nach nur 40 Sekunden Bemerkungen zu Gzira-Torhüter Darian Radelic-Zarkov, an dem der WAC im Hinspiel in Klagenfurt die Zähne verlor. Maltas vierte Mannschaft aus der vergangenen Saison bremste das Spiel vor rund 500 Zuschauern. Nach 11 Minuten drang Balo jedoch dynamisch in den Strafraum ein. Der Ball war Glück für Baribeau und der Israeli, der bereits für den Pokal und die Meisterschaft getroffen hatte, schoss drüber. Kurz darauf hätte Luke Tabone von Gzira eine Hereingabe von Torsten Roecher beinahe ins eigene Tor gedreht (20.).

Defensiv hingegen wirkte der WAC alles andere als solide. Immer wieder eröffneten sich für die Malteser rund um Stürmer Jefferson Kontermöglichkeiten. Doch Baumgartner machte das 2:0. Der Innenverteidiger war einfach nicht im Hinterhalt, als Ballo aus einer Ecke einschoss und aus der Ecke ins lange Eck traf. Der 26-Jährige, der eigentlich auf einen Sommerwechsel zu Sturm Graz drängt, feierte sein erstes Europacup-Tor.

Baumgartner ging 2:0 in Führung

Der 26-jährige Bruder von ÖFB-Spieler Christoph Baumgartner trifft vor der Pause die Vorentscheidung

Elfmeter bricht Widerstand

Die endgültige Entscheidung fiel nach dem Seitenwechsel: Nachdem Gziras den Platzverweis für Zachary Sherri gesehen hatte (53.), brachte Gabriel Menz Baribeau im Strafraum zu Fall. Roecher bringt den Elfmeter sicher ins rechte Eck. Der schottische Schiedsrichter Nicholas Walsh blieb der Protagonist. Da er schon vor der Pause so viele Gelbe Karten gezogen hatte, musste er auch Jefferson nach der Pause vom Platz stellen (66.). Jeglicher maltesischer Widerstand wurde daraufhin gebrochen.

Roecher schießt den Elfmeter sicher

Der Routinier verpasst das 3:0 aus einem Elfmeter nicht.

Nachdem Nikolaos Vergos aus spitzem Winkel den Pfosten traf (80.), sorgte der ebenfalls eingewechselte Augustin Boakier mit einem gemessenen Schuss von der Strafraumgrenze für den Endstand. Der 21-jährige Ghanaer vergab die große Chance auf seinen zweiten Treffer (88.). Der elfte Sieg eines ÖFB-Vertreters im zwölften Europacup-Duell mit einem Klub aus Malta ließ sich jedoch nicht erschüttern. Das 0:0 in Klagenfurt war bisher der einzige Punktverlust.

Conference League Europe, Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde

Dienstag:

Gzira United – WAC 0:4 (0:2)

Ta’Qali, MFA Centenary Stadium, 500, SR Walsh (SCO)

Tore: 0:1 Baribeau (12.) 0:2 Baumgartner (33.) 0:3 Roecher (59./Foulelfmeter) 0:4 Boakier (84.)

Gzira: Radelic-Zarkov – Chosic, Tabone (45./Tiaguinho), Gabriel Menz, Marcelo Diaz – Riascos (70./Mendoza), Muscat (70./B. Borg), Skerry – Jefferson, Correa (45./Gauci), Kollege (70./A. Borg)

WAC: Bonnmann – Baumgartner, Pisinger, Schifferl – Novak, Kerschbaumer (75./Boakier), Lightgeb (67./Omich), Jasic – Roecher (61./Vergos), Baribeau, Ballot (45./Tafferner)

Gelbe Karten: Diaz, Gauci und Schifferl, Baumgartner, Jasic

Gelb-Rot: Seri (52.), Jefferson (65.)

Hinspiel: 0:0 – WAC 4:0 Playoffs (18. & 25. August) gegen Molde Sieger – Kisvarda (Hinspiel: 3:0)