Stand: 10.06.2022 05:28 Uhr
Das Robert-Koch-Institut registrierte an einem Tag knapp 78.000 Coronavirus-Infektionen – ein deutlicher Anstieg. Die Gründe sind wohl zwei Untervarianten von omicron und fehlende Vorkehrungen.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte innerhalb von 24 Stunden 77.878 neue Coronavirus-Infektionen. Das sind 35.185 mehr als vor einer Woche, als 42.693 Coronavirus-Infektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Morbidität stieg landesweit auf 318,7 (Vortag: 276,9).
Demnach starben 106 Menschen an den Folgen des Virus. Damit steigt die Zahl der registrierten Todesfälle seit Beginn der Pandemie auf 139.729.
Experten spekulieren schon länger, dass es eine Vielzahl von Corona-Fällen geben wird, die nicht vom RKI gemeldet wurden – vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test gemacht haben. In der Statistik werden nur positive PCR-Tests gezählt. Zudem können verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme zu Verfälschungen einzelner Tageswerte führen. Generell schwankt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen und Todesfälle von Wochentag zu Wochentag erheblich, da immer mehr Bundesländer vor allem am Wochenende nicht an das RKI übermitteln und ihre Fälle später in der Woche melden.
BA.4 und B.5 werden verteilt
Laut RKI ist im Zuge der Verbreitung weiterer Untereinheiten von omicron ein erneuter Anstieg von Koronarinfektionen in Deutschland möglich. Die Unteroptionen BA.4 und B.5 dürften sich stärker ausbreiten, „damit es bereits im Sommer zu einem insgesamt steigenden Infektionsgeschehen und einem erneuten Anstieg des Infektionsdrucks auf gefährdete Gruppen kommen kann“, warnt das Institut in seinem wöchentlichen Covid-Bericht.
Saisonale Effekte – die das Virus eigentlich etwas bremsen – könnten die Verbreitung dieser Optionen nicht kompensieren, wenn die Verhaltensregeln nicht mehr eingehalten werden.
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