Bundeswehrsoldaten stehen beim Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag im litauischen Pabrade Schlange. Bild: dpa
Der NATO-Generalsekretär kann krankheitsbedingt nicht persönlich nach Berlin kommen. Stoltenberg könnte viel von Deutschlands Wunsch profitieren, eine Brigade in Litauen zu führen – auch wenn die Vorstellungen in Vilnius anders waren.
Ende des Monats treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten in Madrid in Madrid. 2018 wird es der erste richtige Gipfel sein. Dem Bündnis stehen innovative Entscheidungen bevor: ein neues strategisches Konzept, die mittelfristige Verteidigung der Ostflanke und der Beitritt der bisher von der Türkei blockierten Schweden und Finnland. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg berät sich nun wie üblich mit den Verbündeten, um möglichst viele Konflikte im Vorfeld zu lösen. Sie erwartete ihn am Donnerstag in Berlin, konnte aber trotzdem nicht kommen. Bei dem 63-jährigen Norweger wurde Gürtelrose diagnostiziert, sagte ein Allianz-Sprecher. Dies kann das Ergebnis seiner Kronenkrankheit vor einem Monat sein; das macht die Vorbereitung auf den Gipfel nicht einfacher.
Thomas Gücker
Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die NATO und die Benelux-Staaten mit Sitz in Brüssel.
Schließlich beriet sich Stoltenberg virtuell mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, beide PSDs. Das Kanzleramt teilte daraufhin mit, dass Scholz und Stoltenberg über eine geplante Aktualisierung des strategischen Konzepts der Allianz sowie „notwendige Anpassungen infolge der russischen Aggression gegen die Ukraine und der Umsetzung des Nato-2030-Programms“ gesprochen hätten. Er stimmte zu, dass “der Gipfel eine Entschlossenheit und Einheit des Bündnisses signalisieren sollte”.
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