Germany

Corona-Pandemie: EMA gibt grünes Licht für omicron-Verstärker

Stand: 01.09.2022 15:27

Für die Omicron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe werden in Kürze für den Einsatz in der EU zugelassen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung der jeweiligen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna empfohlen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat grünes Licht für die ersten Corona-Auffrischimpfstoffe von BioNTech und Pfizer sowie für Moderna gegeben, die an die Omicron-Variante angepasst sind. Das zuständige Gremium der EMA empfahl die Zulassung von Boostern, die sowohl gegen die BA.1-Subvariante von omicron schützen. sowie gegen den ursprünglichen Virusstamm.

Die Entscheidung der EMA wurde mit Spannung erwartet, um die Impfkampagnen anzukurbeln. Die endgültige Entscheidung liegt noch bei der Europäischen Kommission. Ihre Zustimmung gilt jedoch als Formsache. Wie ein Sprecher der Europäischen Kommission gegenüber dpa sagte, werden die Behörden in Brüssel die Entscheidung der EMA sehr schnell akzeptieren. Ob dies heute noch geschehen wird, ist eine offene Frage.

Bisher wird in der EU weiterhin mit Corona-Impfstoffen geimpft, die vor rund 20 Monaten zugelassen wurden. Bei den jetzt zugelassenen Impfstoffen handelt es sich um die sogenannten bivalenten Corona-Impfstoffe, die sowohl gegen die ursprüngliche Form des Coronavirus als auch gegen BA.1, einen Subtyp der Omicron-Variante des Coronavirus, wirksam sind. Mittlerweile dominieren jedoch weltweit die neueren Untervarianten omicron BA.4 und BA.5. Sie haben in den letzten Monaten die jüngsten Corona-Wellen in Europa und den USA verursacht. Ein auf diese beiden Subtypen zugeschnittener Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer soll laut EMA voraussichtlich im Herbst zugelassen werden.

Die Bundesregierung plant, bald mit der Impfung zu beginnen

Mit der Entscheidung der EMA und der EU-Kommission ist der Weg frei, die Impfkampagne in Deutschland fortzusetzen. Bei den Corona-Impfungen will die Bundesregierung Anfang September mit fortschrittlichen Impfstoffen gegen neuere Varianten des Virus starten. Je nach erwarteter EU-weiter Zulassung sollen in den zwei Wochen ab dem 5. September rund 14 Millionen Dosen von BioNTech/Pfizer und Moderna eintreffen, die an die BA.1-Variante angepasst sind. Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor.

US-Behörden machen den Weg frei für Omicron-Beschleuniger

Erst gestern hat die US-Arzneimittelbehörde FDA den BA.4/BA.5-Impfstoffen des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Herstellers Moderna die Notfallzulassung erteilt. Das BioNTech-Medikament ist ab zwölf Jahren und der Moderna-Impfstoff ab 18 Jahren zugelassen.