Thomas Rau
An die meisten Router können Sie einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte anschließen. Der Speicher steht dann allen Geräten im Heimnetz zur Verfügung, um auf die dort abgelegten Dateien zuzugreifen oder diese für andere Geräte zu speichern. Dazu müssen Sie zunächst die SMB-Version im Router-Menü aktivieren und je nach Modell ein zugriffsberechtigtes Benutzerkonto anlegen.
Erhöhen Sie den USB-Speicher des Routers, der nicht im Explorer angezeigt wird
© AVM
Der Zugriff auf Dateien auf einem Windows-PC ist besonders einfach, wenn Sie den USB-Speicher als Netzlaufwerk verbinden. Es erscheint dann als lokale Festplatte im Windows Explorer und Sie können die Dateien ganz normal öffnen, bearbeiten und speichern. Allerdings bereitet die Anzeige im Explorer oft Probleme: Der USB-Speicher erscheint dort nicht und kann daher nicht als Netzwerkgerät eingerichtet werden.
Die erste Hürde stellt meist das SMB-Protokoll (Server Message Block) dar: Aktuelle Rechner und Router unterstützen nur die als sicher eingestuften Versionen SMBv2 und SMBv3. Auf älteren Geräten kann es jedoch vorkommen, dass noch das veraltete SMBv1 verwendet wird. Daher müssen Sie sicherstellen, dass auf dem Computer und dem Router dieselbe SMB-Version ausgeführt wird – vorzugsweise SMBv2 oder SMBv3. Ab Windows 10 Version 1709 werden diese Versionen standardmäßig verwendet, und das veraltete SMBv1 wird gar nicht mehr installiert oder nach einiger Zeit automatisch deinstalliert, wenn es nicht verwendet wird. Bei einem älteren Router hilft ein Firmware-Upgrade, damit dieser auch mit einer sicheren SMB-Version funktioniert: Das ist beispielsweise bei Fritzboxen ab Fritz-OS 7.20 der Fall.
Vergrößern Wenn der USB-Speicher nicht als Netzlaufwerk am Router eingerichtet werden kann, ist es oft sinnvoll, den direkten Verzeichnispfad einzugeben.
Sollte das USB-Gerät des Routers trotz korrekter SMB-Version immer noch nicht in der Netzwerkumgebung des Windows-Explorers auftauchen, hilft es, den direkten Pfad zum Speichergerät einzugeben – dies kann im Windows-Suchfeld oder in der Adressleiste des Windows Explorers . Bei der Fritzbox lautet der Eintrag beispielsweise \\fritz.box. Die interne IP-Adresse des Routers sollte auch funktionieren.
Diese Methode funktioniert bei einigen Routern nicht. Auch ein Stick- oder Festplattennamenspfad nach dem Muster „\\RouterName\StorageName“ führt nicht zum Ziel. Hier müssen Sie direkt auf einen bestehenden Ordner auf dem USB-Stick verweisen: Wenn Sie auf einem Stick oder einer Festplatte ein Verzeichnis namens „Downloads“ anlegen, sollte dieses nach Eingabe von \\Router-Name\Downloads im Explorer oder als Link-Pfad erscheinen für das entsprechende Netzwerkgerät funktioniert.
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