Veröffentlicht 14. August 2022, 07:51
Gross Höchstetten BE: Ein Bauer verkauft innerhalb von 24 Stunden 30 Tonnen Pflaumen
Obstbauer Reto Schurch appellierte an die Menschen, sie auf seinem Hof selbst zu pflücken, da er seine Pflaumen nicht kommerziell verkaufen könne. Die Nachfrage war riesig.
1/7
Am Freitag kam Gross-Höchsetetter Obstbauer Reto Schürch nicht um seine Zwetschgen herum. Die Früchte waren zu klein, um sie im Großhandel zu verkaufen.
20min/Tag
In einem 20-minütigen Video forderte er die Menschen auf, die Pflaumen auf seinem Hof selbst zu pflücken. Nach nur einem Tag ist er schon fast alles los.
Im Vertrauen
„Wir werden von Interessenten überschwemmt, die Pflaumenbäume stehen leer“, sagt Schürch.
Im Vertrauen
-
Obstbauer Reto Schurch war nach einem 20-minütigen Beitrag förmlich überwältigt von Interessenten.
-
Er konnte seine Pflaumen nicht verkaufen, weil sie zu klein waren, um sie im Großhandel zu verkaufen.
-
Mittlerweile hat er fast alles abgeschafft.
Am Freitag drohte der Obst- und Beerenproduzent Reto Schürch, mit 30 Tonnen Pflaumen liegen zu bleiben. Denn die Frucht war vier Millimeter zu klein und entsprach damit nicht den Mindestanforderungen für den Großhandelsverkauf. In einem 20-minütigen Video forderte Groß Höchstetter die Menschen auf, die Pflaumen auf seinem Hof selbst zu pflücken.
Mit Erfolg – am Samstagnachmittag hatte Schürch bereits den größten Teil des Obstes losgeworden. „Wir sind mit Interessenten überschwemmt worden, die Pflaumenbäume sind leer“, sagt Schürch nach 20 Minuten. Hunderte von Menschen kamen auf den Hof, um die Pflaumen zu pflücken.
“Sie brachten Körbe, Kisten und Bündel mit, einige nahmen sogar ihre eigenen Leitern mit, damit sie pflücken konnten”, sagt Schurch. Am Freitag waren die ersten Bewerber bereits um halb sechs Uhr abends eingetroffen. „Die letzten kamen gegen halb neun – die haben auch Helme mitgenommen“, sagt der Obstbauer. Am Samstag ging es in den frühen Morgenstunden wieder los.
“Ich hätte nie gedacht, dass es so verrückt wird”
Groß Höchstetter schlägt vor, dass bis Samstagabend alles restlos ausverkauft sein wird. „Es ist eine Erleichterung zu wissen, dass die Früchte jetzt nicht einfach an den Bäumen brechen. So ist die Frische der Früchte zu 100 % gewährleistet“, sagt Schürch. Er freut sich sehr über das rege Interesse.
„Ich hätte nie gedacht, dass er so verrückt sein würde. Es ist toll zu sehen, wie zufrieden die Leute mit der Aktion waren“, sagt Schuerch. Sein Handy wurde heiß und er musste es fünf- oder sechsmal aufladen. „Es hat sich fast gelohnt, mehr Personal einzustellen, wir hatten wirklich Probleme“, sagt Schurch.
“Wir erwägen die Einführung einer permanenten Selbstselektion”
Aber für die Obstbauern endet die Kampagne hier nicht. „Die Selbstpflücken-Aktion läuft so gut, dass wir überlegen, sie dauerhaft zu machen“, sagt Schürch. Die Leute waren beim Pflücken sehr vorsichtig und haben nichts beschädigt.
Eine andere Idee ist für diejenigen, die einen eigenen Pflaumenbaum mieten möchten, um die Früchte selbst zu pflücken. „Wir müssen die ganze Aktion in den nächsten Tagen noch einmal durchgehen und dann planen, wie es weitergeht“, sagt Schürch.
Der Berner Obst- und Beerenbauer Reto Schürch erklärt im Video, warum er seine Pflaumen nicht verkaufen kann.
20 Minuten
Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr
Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Hol dir jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in dein Postfach.
Add Comment