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Demenz ist nicht gleich Demenz

Sie haben Namen wie Frontotemporale Demenz, Lewy-Körperchen oder vaskuläre Demenz. Die häufigste Erkrankung ist jedoch die Alzheimer-Demenz. Die mehr als 50 Demenzformen können unterschiedliche Ursachen, Krankheitsverläufe und Symptome haben – etwa anhaltende komplexe Verhaltensstörungen oder den Verlust kognitiver Fähigkeiten. Für die Betroffenen bedeutet dies Gedächtnisverlust und Orientierungslosigkeit, vermindertes Urteilsvermögen oder verminderte Leistungsfähigkeit im logischen Denken. Auch emotionale und soziale Fähigkeiten können beeinträchtigt sein. Die Folgen davon sind massive Einschränkungen im Alltag, die nicht nur die Betroffenen, sondern auch das familiäre Umfeld belasten. Es gibt viele Ursachen für Demenz. Sie können eine Veranlagung sein, aber auch mit schlechter Ernährung, jahrelangem Drogenmissbrauch oder geistiger Inaktivität zusammenhängen. Demenz kann auch durch Infektionskrankheiten verursacht werden. Der größte Risikofaktor ist jedoch das Alter. Wenn Frauen statistisch gesehen älter werden, haben sie ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Allerdings sollte bedacht werden, dass es Krankheiten gibt, die eine Demenz vortäuschen – zum Beispiel Depressionen. Ursachen sind Vitamin-B-12-Mangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Tumore. Bei richtiger Diagnostik und adäquater Behandlung sind diese Erkrankungen jedoch heilbar.Da Demenz auch in Kombination mit anderen Erkrankungen (Multiple Sklerose, Chorea Huntington) auftreten kann, reduziert sich eine Beobachtungsphase von mindestens sechs Monaten mit sorgfältigen Untersuchungen und Tests zur zuverlässigen Erkennung Funktionen und um eine Diagnose zu stellen. Dazu gehören unter anderem Labortests, CT-Scans und kognitive Tests bei Ihrem Haus-/Facharzt oder in der Gedächtnisklinik. Mit einer angepassten medizinischen Behandlung können Demenzerkrankungen nicht geheilt, aber belastende Zustände gelindert und der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. www.pdgr.ch/erwachsenpsychiatrie/dementz