Mobile Pflegekräfte benötigen für die Arbeit oft ein eigenes Fahrzeug. Jetzt bekommen sie vom Land Oberösterreich einen Bonus für hohe Spritkosten.
Hohe Kraftstoffkosten sind auch ein Problem für mobile Pflege- und Hilfskräfte, da sie häufig mit dem eigenen Privatauto unterwegs sind. Die rund 3.000 mobilen Pflegekräfte arbeiten überwiegend in Teilzeit.
Das Land Oberösterreich hat darauf reagiert und den Betroffenen eine Entschädigung (Mobilitätsbonus) gezahlt. Aktuell sind durchschnittlich 100 Euro pro Mitarbeiter vorgesehen, die tatsächliche Höhe richtet sich nach den gefahrenen Kilometern.
65Erste Zahlung im Oktober, zweite Anfang des Jahres
Vor dem Sommer führte der Soziallandesrat Wolfgang Hutmannsdorfer (ÖVP) im Auftrag von Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) Gespräche mit Vertretern der Mobilen Dienste. Mit der Einführung der CO2-Bepreisung durch die Bundesregierung zum 1. Oktober soll die mobile Betreuung und Betreuung weiterhin gewährleistet sein.
Die erste Auszahlung des Mobilitätsbonus muss im Oktober erfolgen, die zweite zu Jahresbeginn, dies gilt für das zweite Halbjahr 2022, d.h. von Juli bis Dezember.
„Wir haben eine Verantwortung gegenüber der älteren Generation und dafür, dass sie bestmöglich betreut, begleitet und versorgt wird. (Thomas Stelzer)
Neben der mobilen Pflege und Betreuung werden auch folgende Bereiche abgedeckt: soziale häusliche Pflege, Familienhilfe, mobiles Hospiz und mobile Behindertenarbeit.
Aktuelle Zahlen aus dem Land Oberösterreich, basierend auf Statistik Austria, zeigen, dass die Zahl der Menschen über 75 bis 2040 um 95.000 zunehmen wird.
Die Zahl der Pflegebedürftigen wird um rund 40.000 Personen steigen.
Im Jahr 2021 gab es in Oberösterreich insgesamt rund 75.000 Pflegebedürftige, die Hälfte davon nutzten mobile Dienste.
„Mobile Pflege als Unterstützung für pflegende Angehörige“
„Wir haben eine Verantwortung gegenüber der älteren Generation und sie werden bestmöglich betreut, begleitet und versorgt“, spricht Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) für diesen Mobilitätsbonus aus: „In einem Land wie Oberösterreich ist das Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen – trotz der Entwicklung der Kraftstoffpreise – weiterhin geleistet werden kann”, so Stelzer.
Hatmansdorfer stimmt zu: „Wer unser Land aufgebaut hat, sollte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Deshalb setzen wir uns für eine starke mobile Pflege ein und übernehmen die Verantwortung für deren Wartung.“
Für Stelzer und Hattmannsdorfer ist dieser Schritt „ein klares Bekenntnis zu einer starken mobilen Pflege als bundesweite Unterstützung pflegender Angehöriger“.
Nav Account JR Zeit26.09.2022, 03:00| Akt: 26.09.2022 03:00
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