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Der Nationalrat “reformiert” das Bundesministeriengesetz – Wien Online – Österreich

An . – 09.07.2022 15:22 (akt. 09.07.2022 15:54)

Der Nationalrat hat in seiner letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause das Bundesministeriengesetz “repariert”. ©APA/ROLAND SCHLAGER

Der Nationalrat hat am Freitagabend seine letzte Sitzung vor der Sommerpause mit der Änderung eines Beschlusses im Bundesministergesetz und der Wahl von Gabi Schwartz (ÖVP) zur Volksanwältin abgeschlossen.

Mit den Stimmen aller Fraktionen sollte die ordentliche Sitzung am 11. Juli enden. Nationalratsvorsitzender Wolfgang Sobotka (ÖVP) bedankte sich bei allen und empfahl, die Ferienzeit der Imagepflege von Politikern zu widmen.

Der Nationalrat „repariert“ das Bundesministeriengesetz

Durch den kürzlich erfolgten Neubeschluss des Bundesministergesetzes – mit Stimmen von ÖVP, Grünen und NEOS – kann nun endlich die neue Ressortverteilung durch die ÖVP der Bundesregierung in Kraft treten. Davor hat noch der Bundesrat das Sagen. In der Folge wurde das Wirtschaftsministerium in das Arbeitsministerium integriert und das Landwirtschaftsministerium verkleinert: Der Tourismussektor wurde in das Arbeitsministerium verlagert, die öffentlichen Dienstagenden wiederum in das Kanzleramt, wo sie auch vom Staatssekretariat für Jugend kontrolliert werden. Die Telekom-Sparte wandert ins Finanzministerium, das auch die Digitalisierung vom Wirtschaftsministerium erhält.

Der Bundesrat hat im Juni Einspruch gegen die Änderung erhoben

Der Bundesrat hat im Juni Einspruch gegen die Änderung erhoben, nachdem diese zu einem bekannten Problem in der parlamentarischen Verwaltung geworden war. Auf eine Änderung der zuständigen Verfassungskommission im Gesetzestext wurde verzichtet, sodass der Nationalrat Mitte Juni nicht über die letzte Option entschieden hatte.

Wiederholte Plenarsitzung des Nationalrates am 21. September 2022

Die nächste ordentliche Plenarsitzung des Nationalrats findet am 21. September 2022 statt. Vor Ende der Sitzung dankte Sobotka den Abgeordneten „nicht für emotionale Entgleisungen und Eingriffe in die Würde des Hauses“, sondern für die Bemühungen um einstimmige Beschlüsse und der Wille, über die Gruppengrenzen hinaus das Gespräch zu finden, gemeinsam glücklich zu sein und zu lachen, aber auch für die „Bereitschaft, für seine Überzeugungen einzustehen“.

Sobotka sprach nicht von Urlaub, sondern von Konferenzpausen

Sobotka spricht nicht von Urlaub, sondern von der Zeit, in der es keine Konferenzen gab: “Wir fahren nicht in den Urlaub, wir sind immer für die Öffentlichkeit da, 365 Tage im Jahr.” Urlaubszeiten können auch genutzt werden, um die öffentliche Wahrnehmung von Politikern zu verbessern. Er wünschte den Mandatsträgern alles Gute: „Bleiben Sie gesund!“