Kampfpanzer Leopard 2A6 im Einsatz auf dem Truppenübungsplatz in Münster am 7. Februar 2022. Foto: dpa
Die Modernisierung der Streitkräfte des Landes mit einem Sonderfonds steht bevor. Am wichtigsten ist, dass dies erst der Anfang ist. Andernfalls droht der Sicherheitspolitik der Bankrott.
Das ist eine Riesensumme, die eine seltene Koalition von Bundestagskandidaten auf die Beine stellt. Hunderte Milliarden Euro müssen in den kommenden Jahren aufgewendet werden, um die Bundeswehr zu einer Streitmacht zu machen, die ihrem Namen alle Ehre macht: eine, die kämpfen kann, auf die sich ihre Verbündeten verlassen können und auf deren militärische Macht kein Feind zählen kann.
Der Schritt kommt zu spät. Denn die Lücken in der militärischen Ausrüstung wachsen seit Jahrzehnten. Letztlich war aber der russische Einmarsch in die Ukraine erst nötig, um die Ampelkoalition und die Union zu den nun beschlossenen Anstrengungen zu bewegen. Mit einem Hundert-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das de facto eine Schuld ist, die die Deutschen ab 2031 zu zahlen haben, muss die Bundeswehr so modernisiert werden, dass zumindest größere Ausrüstungslücken „schnell“ geschlossen werden betont Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.
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