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Die Erhöhung von Vitamin-D-Lebensmitteln kann mehr als 100.000 Todesfälle verhindern

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Erstellt: 17.06.2022, 22:07

Von: Stella Henry

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Forscher des Deutschen Zentrums für Krebsforschung haben herausgefunden, dass die systemische Gabe von Vitamin D Hunderttausende von Krebstoten verhindern kann.

Bonn/Heidelberg/München – Wenn alle Länder Lebensmittel ausreichend mit Vitamin D anreichern müssten, könnten nach Modellschätzungen von Hermann Brenner etwa 130.000 Krebstote in Europa verhindert werden. „Das ist ein Gewinn von fast 1,2 Millionen Jahren“, sagte Brenner. Der Mensch ist kein Prophet oder Wahrsager, Brenner ist Wissenschaftler am Deutschen Institut für Krebsforschung (DKFZ) der Helmholtz-Gemeinschaft in Heidelberg. Man könnte also meinen, er wisse, wovon er rede.

Im Rahmen einer Studie untersuchten DKFZ-Epidemiologen um Brenner den möglichen Einfluss einer gezielten Vitamin-D-Anreicherung auf die Krebssterblichkeit in Europa. Forscher sammelten Informationen zum Thema Vitamin D in 34 ausgewählten europäischen Ländern, ermittelten krebsbedingte Todesfälle und Lebenserwartungen in einzelnen Ländern. Diese Informationen verknüpften die Forscher dann mit den Ergebnissen von Studien zu den Auswirkungen der Vitamin-D-Zufuhr auf die Krebssterblichkeit.

Hinweisschild für das DKFZ der Universität Heidelberg. (Bild des Emblems) © imago

Krebsforschung: Eine Vitamin-D-Ergänzung verhindert jedes Jahr Tausende von Krebstoten

Aus den gewonnenen Informationen und Daten nutzten die Forscher statistische Methoden, um die Zahl der krebsbedingten Todesfälle abzuschätzen, die in nahrungsmittelreichen Ländern bereits verhindert wurden. Sie berechneten auch die Anzahl zusätzlicher Todesfälle, die hätten vermieden werden können, wenn alle europäischen Länder eine Anreicherung mit Vitamin D in ihre Ernährung aufgenommen hätten. Forscher sind zu dem Schluss gekommen, dass die Anreicherung mit Vitamin D derzeit in allen europäischen Ländern jährlich etwa 27.000 Todesfälle durch Krebs verhindert.

Aktuelle Daten zur Senkung der Krebssterblichkeit zeigen das enorme Potenzial, das die Versorgung mit Vitamin D nicht nur für die Krebsprävention verbessern kann.

Zudem erklärt Tobias Niedermeier, Mitglied des Brenner-Forschungsteams, dass Vitamin D das Krebsrisiko nicht senke, „aber das Risiko, an Krebs zu sterben“, so der Wissenschaftler im Gespräch mit der Helmholtz-Gemeinschaft in einer Heimatpublikation . Deshalb unterstützt Niedermaier ganz klar die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D. Auf diese Weise kommen Menschen fast automatisch aus ihrem Vitamin-D-Mangel heraus.

Bekämpfen Sie Krebs mit Vitamin-D-Ergänzungen: Orangensaft, Brot, Milch, Joghurt und Haferflocken

Sie könnten eine Reihe von Lebensmitteln bereichern, „die absolute Grundnahrungsmittel sind, die jeder konsumiert oder konsumieren sollte“, sagt Niedermeier. Wie Orangensaft, Brot, Milch, Joghurt, Haferflocken und Müsli. „Es ist nicht so, als würde man alles aufpeppen, denn durch die Verarbeitung und Zubereitung geht auch Vitamin D verloren.“ Aber das Angebot an geeigneten Lebensmitteln ist groß genug, um jeden zu erreichen, so der Forscher.

Neben der Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung kann für eine ausreichende Versorgung auch durch Sonneneinstrahlung gesorgt werden: Der DKFZ-Krebsdienst empfiehlt, sich zwei- bis dreimal pro Woche etwa zwölf Minuten im Freien in der Sonne aufzuhalten. Gesicht, Arme und Teile der Arme und Beine müssen während dieser Zeit unbedeckt und ohne Sonnencreme sein.

  • Mit mehr als 3.000 Mitarbeitern ist das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Mehr als 1.300 DKFZ-Forscher erforschen, wie Krebs entsteht, identifizieren Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, um Krebs beim Menschen vorzubeugen. Sie entwickeln neue Methoden, die Tumore genauer diagnostizieren und Krebspatienten erfolgreicher behandeln können. Der DKFZ-Krebsinformationsdienst gibt betroffenen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachkreisen individuelle Antworten auf alle Fragen rund um das Thema Krebs. Quelle: DKFZ

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Forscher warnen seit langem vor dem Krebsrisiko. Laut der International Agency for Research on Cancer (IARC) erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs. Laut Weltgesundheitsorganisation werden bis 2040 weltweit etwa 29 bis 37 Millionen Menschen neu an Krebs erkrankt sein. Bei rechtzeitiger Diagnose haben Patienten die besten Heilungschancen.

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