Feuerwehr, THW und Bundeswehr kämpfen weiter gegen den Waldbrand bei Treuenbrietzen. Die Löscharbeiten in der Munitionszone gestalten sich schwierig – nun wird davon ausgegangen, dass ein Löschhubschrauber hilft.
Der Feuerwehr ist es gelungen, die Ausbreitung des Waldbrandes im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark zu stoppen. Derzeit brennen zwischen 40 und 60 Hektar in der Nähe von Treuenbrietzen, aber Einsatzkräfte konnten am Samstag eine Ausbreitung weiterer Brände verhindern, wie eine örtliche Pressekonferenz am Samstag mitteilte.
Da Teile des Waldgebietes mit Munition verseucht waren, konnte das Feuer nur auf sicheren Wegen gelöscht werden. Am Mittag sollen Hubschrauber der Bundeswehr die Brandbekämpfung verstärken.
Wasserstellen gibt es laut Landrat Marco Köhler (SPD) in ausreichender Menge, auch lokale Bauern stellen Wasser zur Verfügung. Derzeit sind rund 200 Einsatzkräfte aus den Kreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fleming sowie dem Technischen Hilfswerk, der Polizei und der Bundeswehr vor Ort. Wenn der Wind im Laufe des Tages stärker wird, werde es zusätzliche Verstärkung geben, sagte Köhler.
In der Nacht zum Freitag war zunächst von einem Brand auf einer Fläche von etwa 60 Hektar die Rede gewesen. Nach Angaben der Feuerwehr kam es aufgrund der explosiven Munition im Boden zu mehreren kleinen Detonationen.
Für Samstag wurden zusätzliche Kräfte aus benachbarten Gebieten angefordert, um das Feuer weiter einzudämmen. Die Feuerwehr schlug vor, die Löscharbeiten das ganze Wochenende über fortzusetzen. Seit Samstag gilt landesweit die höchste Waldbrandgefahrstufe 5.
An gleicher Stelle bei Treuenbrietzen gab es bereits im Spätsommer 2018 einen verheerenden Waldbrand. Damals wurden südwestlich von Berlin 400 Hektar Wald zerstört. Aufgrund des Großbrandes mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Fronsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.
Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 18. Juni 2022, 19.30 Uhr
Add Comment