Die besten Orte für eine menschliche Siedlung auf dem Mond könnten Lavahöhlen sein.
Ein Mondtag dauert 15 Tage. In der Sonne erreicht die Temperatur dann 127 Grad Celsius. In der Nacht, die ebenfalls 15 Tage dauert, sinkt die Temperatur auf -173 Grad Celsius.
Dennoch gibt es Orte auf dem Mond, von denen die NASA sagt, dass sie eine „gemütliche“ Temperatur haben. Dort hat es immer um die 17 Grad Celsius.
Diese Stellen sind überhängende Gruben. Tagsüber schützt der Schatten in der Grube vor den heißen Sonnenstrahlen. Nachts verhindert der Überhang den Verlust der Wärmestrahlung.
© NASA
Gruben als Eingänge zu Höhlensystemen
Die Temperatur wurde anhand von Bildern der Wärmebildkamera des Lunar Reconnaissance Orbiter und eines Computermodells berechnet. „Sechzehn der mehr als 200 bekannten Mondkrater sind eingestürzte Lavahöhlen“, sagt Tyler Horvath, der die Kratertemperaturstudie leitete. Lavahöhlen entstehen, wenn flüssige Lava unter einer Schicht kühlender Lava fließt. Nachdem die Lava weggeflogen ist, bleibt ein Tunnel zurück.
Wenn die Decke eines solchen Tunnels einstürzt, entsteht eine Grube. Dann ist diese Grube gleichzeitig der Eingang zu einer solchen Lavahöhle. Der Überhang ist ein Hinweis darauf, dass die Grube einen Höhleneingang hat.
Auch die Temperaturen in der Lavahöhle sollten stabil sein. Sie sollen sich nur um etwa ein Grad Celsius von 17 Grad Celsius im Schatten der Grube unterscheiden. Daher ist es wünschenswert, diese Höhlen zu erkunden. Gruben und Höhlen könnten gute Orte für Mondbehausungen sein. Neben den stabilen Temperaturen dort ist der Mensch besser vor kosmischer Strahlung und Mikrometeoriten geschützt.
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