Nachbarn riefen am Sonntag die Polizei in Wien-Favoriten, als Ansprüche auf das Dach von Ute Bocks Haus stiegen. „Sie haben dort ein Transparent gehisst und vor dem Gebäude Flyer verteilt“, bestätigte eine Polizeisprecherin heute in einer Mitteilung.
Es sollen 15 bis 20 Personen beteiligt gewesen sein, die beim Eintreffen der Polizei geflüchtet seien. Die personenbezogenen Daten der Beteiligten können nicht erfasst werden. Ob Straftaten vorliegen, wird derzeit geprüft.
traumatisierte Bewohner
„Wir verurteilen diesen rassistischen Angriff auf das Schärfste“, sagte Gerd Trimal, Geschäftsführer und Vorstand des Flüchtlingsprojekts Ute Bock, in einer Erklärung. „Im Haus von Ute Bock leben mehr als 90 Menschen, Kinder, Frauen und Männer, die in Österreich Schutz suchen. Viele von ihnen haben traumatische Dinge erlebt.“
Unter ihnen sind Ukrainer, die den Krieg gerade aufgegeben haben. “Es ist unsere Pflicht als Gesellschaft, diese Menschen zu schützen, und sie sind diesem Hass ausgesetzt. Es ist eine Schande!”, sagte Trimal.
Am Morgen verschaffte sich die Rechte durch das Nachbarhaus Zohmanngasse Zugang zum Dach des Hauses von Ute Bock und entrollte dort eine riesige Fahne. Sie blockierten auch den Eingang zum Haus mit einem Zaun, der um ein Banner mit einer Karte von Österreich gelegt wurde. Auch Fremde skandierten rassistische Äußerungen und zündeten Rauchbomben auf dem Dach und vor dem Eingang.
Das Transparent mit der fremdenfeindlichen Botschaft wurde von der Polizei und der Berufsfeuerwehr Wien vom Gebäude entfernt.
Add Comment