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Die Tiroler ÖVP unterstützt weiterhin den Klimabonus für Asylsuchende…

ÖVP-Landesgeschäftsführer Martin Maloun konstatiert: Sie haben sich inhaltlich klar positioniert, aber in einer Koalition müssen Kompromisse eingegangen werden. Sachslehner ist eine „harte Frau“.

Die Tiroler ÖVP ist immer noch nicht damit einverstanden, dass der Klimabonus von 500 Euro auch an Asylsuchende gezahlt werden soll. Sie haben sich “inhaltlich klar positioniert, dem ist nichts hinzuzufügen”, sagte Landesgeschäftsführer Martin Malone auf einer Pressekonferenz. Der Vertragsstaat hat die Aufnahme von Asylsuchenden zuletzt scharf kritisiert und von einem “fatalen Signal” gesprochen. Malone würdigte die zurückgetretene Generalsekretärin Laura Zachslener.

Auf die Frage, ob er Zachsleners Schritt respektiere, weil sie sagte, sie stehe zu ihren Werten, sagte Malone: ​​„Ja, ich kenne sie gut, sie ist eine harte Frau.“ Wenn ein Generalsekretär sagt, er könne so eine bestimmte Frage nicht mehr beantworten und Sie „bleibe bei ihrer Linie“ und beziehe „klar Stellung“, dann „wäre dieser Schritt wohl nötig gewesen“, sagte der Tiroler ÖVP-Wahlkampfleiter.

Tauschgeschäfte sind in einer Koalition “normal”.

Aber das ist Koalitionssache – und in einer solchen Koalition gibt es Abmachungen und notwendige Kompromisse. Die Tiroler ÖVP sage immer ihre Meinung – „Tirol ist Tirol“ – und das müsse nicht immer mit der in Wien übereinstimmen, sagt Malaun. So sei die Entscheidung gefallen, sagte der Landesgeschäftsführer, der von der Frage der Bundespartei nicht enttäuscht war. Dass die Verordnung so beschlossen wurde, würden “Leute” nicht verstehen – das sei ihm am Wochenende wieder auf einer Party aufgefallen. Jedenfalls habe sich die Landespartei im vergangenen Jahr im Koalitionsbeschluss auf Bundesebene “intern positioniert” – und nun öffentlich.

Die Tiroler ÖVP brachte vergangene Woche den Stein ins Rollen und forderte eine „unverzügliche Überprüfung der Zahlungsbedingungen durch den Bund“. Der Klimabonus für Asylbewerber sei ein “inakzeptables und fatales Signal”, sagte das Land. Tirols ÖVP-Obmann und Spitzenkandidat Anton Mattel sprach sich dafür aus, die Regelung auch für Gefangene zu prüfen. Am Sonntag zog der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Tirol und ÖVP-Landtagsabgeordnete Franz Hörl nach und griff den Koalitionspartner Grüne an. Er sprach von “ideologischer Besessenheit”. Über so etwas wollte Malone am Montag übrigens nicht sprechen. Wenn man eine Ideologie hat und daran festhält, findet er sie “immer noch gut”.

(APA)