Die Ukraine hat der russischen Armee mit dem Raketenwerfer Khimar schwere Schläge versetzt. Der 45-jährige Soldat „Pravosek“ und sein Team suchen nach Zielen für die Anschläge.
An seinem Körperschutz sind vier Magazine befestigt. Im Gürtelholster befindet sich eine Waffe. Er stellt seinen amerikanischen M4-Karabiner direkt neben den Stuhl an die Wand. Auffällig ist ein kleiner schwarzer Stoffbeutel, der über die Schnauze geschoben wird. „Das Gewehr ist neu und ich möchte nicht, dass Dreck in den Lauf kommt“, erklärt der Mann mit dem ergrauenden Bart. „Dafür benutze ich meistens ein Kondom“, sagt er lachend. „Aber heute bin ich in der Öffentlichkeit.“ Seinen richtigen Namen, Rang oder Einheit wollte er nicht preisgeben. “Ja, man könnte ungefähr Geheimdienst sagen.”
Nach einigem Überlegen wählt er das Pseudonym „Pravosek“ – kurz für „Pravy Sector“, eine rechtsextreme Organisation in der Ukraine. “Ich weiß, die russische Propaganda sagt, wir seien alle Nazis”, gibt er zu. „Aber ich bin kein Mitglied dieser Gruppe. Auch wir Ukrainer kämpfen für Freiheit, Demokratie und gegen das autokratische System von Wladimir Putin.
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